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A Borde fasso - Eine hohe Kunst

Früher war die Kunst des ,Borde fasso' für die Bauern von elementarer Bedeutung. Im Berggut erstellte man Heuschochen oder Streueschochen. Wenn es im Spätwinter Platz auf dem 'Heuban' gab, wurden die Schochen abmontiert. Es galt das Heu als 'Borden' zu fassen. Danach wurden sie auf Schlitten (Hoanan) ins Tal gebracht. Meist verband man mehrere Schlitten, dies galt als 'Bordezug'.


Der Sonnenwirt von Bezau, Josef Meusburger war bekannt für seine Sprüche. Seine 'Züge' war so lang; wann er mit der ersten in der Sonne in den Stadel eingefahren sei, kam die letzte unten im Kloster vorbei.


Dieses Video im Super 8 Format wurde 1974 gedreht von Tone Matt, Mellau. Es zeigt Ambros Kaufmann und Hermann Blecha, beide aus Mellau. Die Schochen standen auf der Alpe Wildgunten in Mellau, mitten im heutigen Schigebiet. Der Abtransport führte über die Alpe Roststelle bis ins Zentrum von Mellau.


Die Moral von der Geschichte: Wenn die Schnapsflasche leer ist, fährt man ins Tal.


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