Suche

Der Bettenverkäufer gewinnt einen Oscar


Die Vorgeschichte.


Im Spätherbst 2001 wurde André Feldkircher (Fealde) aus Egg fast täglich von einem Call Center traktiert. Irgendwie muss er in den Verteiler der Firma Rudh aus Salzburg geraten sein.



Die Firma Rudh schafften sich damals ein zweites Standbein und begannen ihre Matratzen und Betten aggressiv über Verkaufsparties (Tupperware Modell) anzupreisen.


Man musste 5 Paare organisierten und bei gehörigem Umsatz sei ein Urlaub in der Türkei schon drinnen für Herr und Frau Feldkircher, versuchte man André klarzumachen.

Nach unzähligen Anrufen drohte André der Dame am Telefon sogar mit rechtlichen Schritten, wenn die Telefoniererei nicht aufhöre.


André Feldkircher, Egg.


Auf dem Weg zur Arbeit nach Dornbirn erhielt André abermals einen Anruf. Jetzt packte André den Stier bei den Hörnern. Er sagte zu und hatte im Hinterkopf eine Verkaufsparty mit der Egger Faschingszunft vor.




Darauf wurden die Details mit der eigentlichen Verkaufsdame besprochen, die als Location den Kässtadel in Egg vorschlug. André bat die Dame, die Verkausparty im ehrwürdigen Haus Lang in Ebenwald, Egg privat zu machen. Die Dame sagte zu.


André wollte einfach der Firma Rudh für ihre penetranten Geschäftspraktiken eins auswischen.


Danach folgte ein Meeting mit Abordnungen der Eggar Muosmälnüllar Zunft. Die Narrenpolizei und d'Soachtäscha' wurde aktiviert.


Man war sich schnell einig, dass man eine Party organisieren wolle, die Frau Verkauf noch nie erlebt hatte.


André Feldkircher schrieb ein Drehbuch für den denkwürdigen Abend.



Nach einem gründlichen Scouting wurden die Rollen an die Protagonisten verteilt.


In der Stube von Familie Lang wurde das Set hergerichtet. Mein Bruder Gerhard organisierte die Video und Audio Technik bis hin zu Minikameras im Kugelschreiber, die er von einem Privat Detektiv organisiert.


Der gesamte Dreh wurde mit versteckten Kameras gemacht. Nach einer halben Stunde musste man die Dame für eine Rauchpause aus der Stube locken, damit man die Video Bänder wechseln konnte.


Die Qualität des Videos entspricht nicht dem heutigen Standard, aber damals war das Weltspitze.


Das Drehbuch sah eigentlich ein offenes Ende vor, da man annahm, dass die inszenierte Geschichte bald auffliegen würde.


Nur Tage vor dem Termin, rief die Verkaufsdame bei André an. Sie musste sich entschuldigen, da sie einen Autounfall hatte.


Sie würde einen sehr verkaufstüchtigen Kollegen als Ersatz schicken.

Karl Schranz aus dem Klostertal. Kein Spass, er hieß wirklich Karl Schranz.



Nun konnte die Bettenparty endlich beginnen.


Bitte unten links anklicken.


Nachdem sich Karl Schranz wirklich keine Blöße gab, beschloss man in der letzten Rauchpause, dass man mit der Kokainszene die Sache eskalieren lasse, um dem Spuk ein Ende zu machen.



Nach dem Dreh ging man zum Tonele einkehren, da man die schweren Dreharbeiten erst einmal verarbeiten musste.



Karl Schranz rief nun fast täglich an, es ging schließlich für ihn um das Geschäft seines Lebens.


Man wollte ja schließlich der Firma Rudh eins auswischen. Karl Schranz konnte ja nichts dafür.


Schließlich klärte Andre die Sache auf. Karl Schranz nahm es mit Humor, ein guter Sportsmann, der Name bürgt für Qualität.



In tagelanger Kleinarbeit wurde nun unter der Regie von Gerhard Riezler das Video gecuttet und vertont. Es sollte ja auf den 3 Faschingsbällen im Löwensaal in Egg gezeigt erden.




Das Video wurde im Fasching 2002 auf allen drei Muosmällknüllar Bälle gezeigt und die Gäste lachten Tränen.


Karl Schranz wurde zur Premiere in den Löwensaal eingeladen. Seine 'Bettentesterin'

Miann Lang hatte es ihm angetan und er freute sich, wieder im Bregenzerwald zu weilen.


Die beteiligten Akteure waren sich damals einig, dass man solche Aktionen wieder machen müsse, auch ohne Kamera.


Es ist schön zu sehen, wie sich dieser Verein für ein paar frohe Stunden im Dorf einsetzt.


Wie immer kommt das Schönste zum Schluss.




Ich möchte mich recht herzlich bedanken bei:


André Felder und Gerhard Riezler für die Inside Informationen.

den Muosmälknüllarn für die Überlassung des Videos.

bei Karl Schranz für die Erlaubnis, das Video öffentlich zu zeigen.







841 Ansichten0 Kommentare