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Unter der Leitung von Ludwig Bertel

So hieß es damals in den Artikeln der Vorarlberger Nachrichten, in den Gemeindeblättern und im Hörfunkprogramm.


Die Bregenzerwälder Dorfmusikanten unter der Leitung von Ludwig Bertel. War das Überheblichkeit? Keine andere Tanzkapelle im bunten Reigen der Tanzkapellen der 60er und 70er Jahren in Vorarlberg hatte damals Werbung mit ihrem Boss gemacht.


Nein, das war ein hart erarbeitetes Qualitätsgütesiegel. Ludwig Bertel stand für musikalische Qualität und war ein Garant für gute Stimmung.



Es ist wohl klar, dass Ludwig Bertel nur mit ausgezeichneten Musikanten zusammen gearbeitet hat. Ein Mann allein macht noch keine Kapelle.


Eigentlich wollte ich auch einmal einen Beitrag für die Freunde der Volksmusik schreiben. Glaubt ja nicht, nur weil ich ein hartgesottenerer Rolling Stones Fan bin, dass ich andere Musik Gattungen nicht zu schätzen weiß. Nur gut müssen sie sein.


Als ich im Jahr 2015 die Informationen für mein Bregenzerwälder Tanzkapellen Projekt zusammen getragen habe, hatte ich einige Gespräche mit Ludwig Bertel und seiner Gattin Lisa in Langenegg, sowie mit Hermina Hammerer aus Egg.


Vor kurzem habe ich Ludwig Bertel wieder einmal in Langenegg besucht. Mittlerweile ist er 95 Jahre alt geworden. Es ist mir ein persönliches Bedürfnis, die Lebensgeschichte von Ludwig Bertel in meinem Blog Format festzuhalten und mit Euch zu teilen.



Ludwig Bertel wurde als Einzelkind am Schweizberg in Langenegg am 19.1.1926 geboren.

Ludwig's Eltern warte sehr musikalisch. Vater Konrad war Mitglied der Blasmusikkapelle Langenegg und beide Elternteile sangen im Kirchenchor.


Musikverein Bergesecho Langenegg 1927, vorne links, sitzend: Konrad Bertel.


Sohn Ludwig wurde von frühester Kindheit an musikalisch gefördert.



Kürzlich erst hat die Regio Bregenenzerwald in Zusammenarbeit mit dem Bregenzerwald Archiv beschlossen, die Lebensgeschichte einiger Kriegsteilnehmer festzuhalten, so auch die von Ludwig Bertel. Die Firma Moser Medien hat daraus einen Film gemacht, den ich hier auch zeigen möchte.


Ludwig erzählt von seiner Kindheit.


Nach seiner Volksschulzeit besuchte Ludwig Bertel ab 1941 für 2 Jahre die Landwirtschaftsschule in der Mehrerau, Bregenz. Die Schule wurde dann vom NS Regime in der Mehrerau geschlossen und in das St. Gallusstift in Bregenz verlegt.


Im zweiten Schuljahr, Ludwig war damals 16 Jahre alt, erschienen SS Männer in der Schulklasse und führten eine Art Musterung durch. Die Waffen SS hat damals oft in Eliteschulen Jugendliche rekrutiert.


Ludwig Bertel sagt heute ganz klar, dass man damals über die Brutalität der Waffen SS und über die Judenverfolgung Bescheid gewusst habe. Um der Waffen SS zu entkommen, meldete sich Bertel zur Deutschen Kriegsmarine.



Ludwig Bertel erzählt vom Krieg.


Ludwig Bertel war Zeuge eines der unrühmlichsten Kapitel kurz vor Kriegsende. Wie vielen anderen wurden Ludwig seine schönsten Jugendjahre durch einen sinnlosen Krieg genommen.



Um dieses Trauma zu verarbeiten, begann Ludwig zu malen.



An die 300 solcher Ehrentafeln hat Bertel für Kundschaften aus dem ganzen Land gezeichnet und gemalt.



Seine Bilder mit Ölkreide gemalt, wurden im vergangenen Jahre ausgestellt



Kaum zu glauben, aber nun fing eigentlich das richtige Leben für Ludwig Bertel erst an. Er arbeitete auf dem elterlichen Bauernhof, war Holzakkordant und ein gesuchter Drainagen- und Brunnengraber. Alles im Akkord versteht sich, mit 2 Mann von Hand und in Laufmetern bezahlt. Eines seiner größten Projekte war die Wasserversorgung im Gebiet Egg-Schetteregg.


Die Landwirtschaft betrieb Bertel mit seinem Vater bis zu dessen Tod Mitte der Achtziger Jahre. Nach verpachtete er die Landwirtschaft an seinen Nachbarn.


Bis kurz vor seiner Pensionierung hatte Bertel die Tanzmusik nur nebenbei betrieben.



Beim örtlichen Musikverein hat Ludwig Unterricht im Flügelhorn und der Trompete genommen. Eigentlich wollte er Klarinette lernen, aber Klarinettisten gab es schon genug bei der Langenegger Blasmusik. Gleichzeitig nahm Bertel für dreieinhalb Jahre Unterricht in Bregenz bei Prof. Reinhard Krück. Dabei bekam Bertel auch Unterricht in Komposition, Harmonielehre und Instrumentenlehre. Die praktische Ausbildung erfolgte auf dem Flügelhorn und dem Klavier.


1947 wurde Bertel dann offiziell beim Musikverein Bergesecho Langenegg aufgenommen und zugleich zum Vizekapellmeister gewählt.


Nach einem Jahr 'Lehrzeit' übernahm Bertel den Musikverein Langenegg als Kapellmeister.


VN 21.7.1948


VN 7.5.1949


Der Musikverein Langenegg mit ihrer ersten Uniform 1952.


Bertel besuchte danach für mehrere Jahre die Kapellmeister Kurse im Löwensaal in Egg.


Gleichzeitig hatte Ludwig Bertel angefangen Musikstücke für die Blasmusik zu komponieren, diese zu proben und mit der Langenegger Musik zu spielen. Dies war eine willkommene Abwechslung zum Standard Programm der Kapelle.


Nach dem 2. Weltkrieg gingen dann auch im Bregenzerwald langsam die Unterhaltungen wieder los.


Aus der Langenegger Blasmusik entstanden mehrere Tanzmusik Formationen im Duo, Trio und der Bauernkapelle. Ausserdem gab es die Bosso Musig.


Angefangen hatte es bereits mit der Bertel Musik im Duo mit Handorgler Baptist Eugster. Dann im Trio mit Ernst Bader.


1950 stieß ein Betrunkener gegen das Flügelhorn von Ludwig Bertel. Bertel wurden mehrere Zähne losgeschlagen. Nach mehreren Schwächeanfällen im nächsten Halbjahr bemerkte der Arzt, dass Bertel eine massive Infektion im Mund hatte. Ihm wurde daraufhin die obere Zahnreihe gezogen. Mit seiner Zahnprothese konnte er die hohen Töne nicht mehr spielen.


In drei Wochen lernte Bertel autodidaktisch das Spiel auf der Klarinette. Später kam auch noch das Saxophon dazu. Den 'Klarinettenmuckel' soll er schon nach kurzer Zeit beherrscht haben.



Bauernkapelle Langenegg.

Willi Slappnig, Kurt Schedler, Franz Ibele, Ludwig Bertel, Elmar Bilgeri, Josef Bader, Baptist Eugster.



Auch in Egg wurde eine Bauernkapelle gegründet. Mit dem neuen Kapellmeister Leo Weidinger formierte sich hier die Blasmusikkapelle nach dem Krieg neu.


Außerdem spielten hier schon die 4 Hammerer Brüder (Erich, Heinrich, Paul, Helmut) in verschiedenen Besetzungen und die 3 Feurstein Brüder (Kaspar, Oswald, Hans) mit ihrem Vater Otto Tanzmusik.


Hammerer Musig.

Paul und Heinrich Hammerer, Karl Fetz, Helmut Hammerer.


d'Prieso Musig.

Kaspar, Vater Otto und Oswald Feurstein, Christian Feldkircher.


Gemeindeblatt 22.9.1957



Ludwig Bertel spielte gleichzeitig auch bei der Bauernkapelle Egg. Die Tournee nach Großbritannien und Belgien habe ich im Blog 'Bauernkapelle Egg - The Farmers Band'

dokumentiert.


Die Bauernkapelle Egg auf dem Bodenseeschiff Österreich.

Karl Fetz, Leo Weidinger, Oswald Feurstein, Paul Hammerer, Adolf Willi, Heinrich Hammerer, Tone Brändle.



Ludwig Bertel bemerkte bei einem Kapellmeister Kurs in Egg das musikalische Ausnahmetalent von Paul Hammerer. Die Hammerer Brüder hatten damals schon eine Inntaler Besetzung mit 2 Flügelhörnern. Mit der Klarinette von Ludwig ergab das eine ideale Tanzkapellen Besetzung.


Die Bertel - Hammerer Musig war geboren.



Bei ORF Aufnahmen in Schlossbräu in Dornbirn empfahl der Aufnahmeleiter Gilbert Klien, den Namen Bertel - Hammerer zu ändern. Klien schlug den Namen 'Bregenzerwälder Dorfmusikanten' vor.

Die Bregenzerwälder Dorfmusikanten.

Paul Hammerer, Ludwig Bertel, Helmut und Heinrich Hammerer.



Als Anfgang der 60er Jahre Slavko Avsenik mit seinen Oberkrainern eine Lawine lostrat, wollte man die 'Stückle' natürlich nachspielen. Dazu brauchte man eine Gitarre in der Besetzung.

Relativ bald gesellte sich der Krumbacher Hermann Bertsch, der auch Kapellmeister und Kircherchorleiter war, zur Truppe.

Paul Hammerer, Ludwig Bertel, Helmut Hammerer, Hermann Bertsch, Heinrich Hammerer.



Auf dem Kaltenbrunnen.


Heinrich und Paul Hammerer, Hermann Bertsch, Helmut Hammerer, Ludwig Bertel.


1963 hörte Bertsch bei den Bregenzerwälder Dorfmusikanten auf, da das seine Frau nicht mehr länger wollte.


Ab sofort spielte Bertel's Schwager Peter Nußbaumer an der Gitarre.


Gemeindeblatt 10.1.1964


Ludwig Bertel, Helmut Hammerer, Paul Hammerer, Heinrich Hammerer, Peter Nußbaumer.


Dieses Bild ist zugleich das Platten Cover der ersten Schallplatte der Bregenzerwälder Dorfmusikanten aus dem Jahr 1964.

Eine Polydor Single mit den 4 Titeln 'Im Berghüsle', 'Gruß vom Bodensee', 'Auf der Kanisfluh' und 'Beim Kronenwirt'. Lauter Eigenkompositionen von Ludwig Bertel.



Die Bregenzerwälder Dorfmusikanten waren mittlerweile die bekannteste Unterhaltungskapelle im Land. Auch Auftritte im nahen Ausland häuften sich. Ludwig Bertel war mittlerweile hauptberuflich Musikant. Alle anderen gingen einem täglichen Brotberuf nach.



1965 auf der Heimfahrt nach einem Auftritt in Niedersonthofen sprang ein Hirsch vor den VW Bus der Truppe. Es kam zu einem schweren Unfall bei dem sich Helmut Hammerer eine schwere Brustkrobquetschung zuzog. Die anderen Musikanten blieben unverletzt.


VN 8.1.1966



Gemeindeblatt 2.2.1966




ORF Hörfunk Programm.


VN 17.9.1966



Die vielen Auftritte gingen nicht unbemerkt an der Tanzkapelle vorbei. 1967 ging die Besetzung auseinander. Ein Jahr zuvor schon verließ Peter Nußbaumer die Tanzkapelle. Für ihn spielte bis zur Auflösung Hubert Franz aus Müselbach als Gitarrist.


Gemeindeblatt 2.2.1967



Die Hammerer Brüder spielten als Hammerer Musig weiter.


Im Bregenzerwald spielten mittlerweile die Sibratsgfäller Rubachtaler und die aus Andelsbuch stammenden Bezegg Buobo, sowie die Silverstars. Lauter Unterhaltungskapellen mit einem großen Anteil an volkstümlicher Musik im Programm.


Die Rubachtaler.

Ernst Dorner, Otto Sperandia, Josef, Hugo und Armin Dorner.


Die Bezegg Buobo.

Hans Fetz, Alois Fritz, Jodok Fink, Arnold Ritter.


Die Silverstars.

Peter Nußbaumer, Hubert Neyer, Richard Reinher, Alwin Hammerer, Ernst Saltuari.



Ludwig Bertel formte eine neue Kapelle und behielt den Namen Bregenzerwälder Dorfmusikanten. Die neue Fünfer Besetzung mit Trompeter Gebard Ihler aus Weiler im Allgäu, dem Baritonspieler Richard Schwärzer aus Egg, dem Gitarristen Martin Bader aus Langenegg, dem Handorgler Eugen Übelher aus Schnepfau und Ludwig Bertel.


Die 'neuen' Bregenzerwälder Dorfmusikanten.


Ab diesem Zeitpunkt hatte man oft gemeinsame Auftritte mit Gesangsduos. So konnte man auch konzertante Programme anbieten. Enzian Duo, Geschwister Felder, Bodensee Duo, Falkenberg Duo, Duo Raid-Nußbaumer, und dem Duo Grasbon.


Die Bregenzerwälder Dorfmusikanten eröffneten den neuen Löwensaal in Egg. Ich durfte mit meinem Vater nach der Heiligen Messe auch in den Saal. Damals war 'Mexikanische Trompete' ganz neu. Ich kann mich heute noch gut daran erinnern.


VN 21.6.1969


Leo Weidinger hatte in seinem Löwensaal in Egg für Jahre zum sonntäglichen Frühschoppen Spitzenkapellen aus ganz Österreich und den Ausland.



VN 20.11.1969



1971 verließ Eugen Übelher die Kapelle nachdem es zu Querelen mit Richard Schwärzler kam. Für ihn wurde Hubert Neyer verpflichtet.



VN 5.3.1971




1972 im Februar erlitten die Bregenerzwälder Dorfmusikanten einen schweren Autounfall. Bertel schlief am Steuer ein, der Wagen überschlug sich und wurde an einen Baum geschleudert. Bertel erlitt 36 Rippenbrüche, Verletzungen an der Lunge und an der linken Hand. Er lang eine Woche im Krankenhaus in Leutkirch, Allgäu im Koma. Richard Schwärzler zog sich einen offenen Schlüsselbeinbruch zu. Der Rest der Kapelle kam glimpflich davon.



1972 wurde das ORF Gebäude in Dornbirn eröffnet. Die Bregenzerwälder Dorfmusikanten traten schon zuvor bei Radiosendungen zusammen mit dem Humoristen Hans Gruber (Turnher's Hannes) auf. Dieses Programm wurde auch im neuen Funkhaus aufgezeichnet und war eine sehr beliebte Radio Sendung.


VN 6.2.1972



Ende der 70er Jahre spielte Bertel ab und zu mit seinem Sohn Claus im Duo. Er hatte eigentlich die Absicht Claus als 2. Trompeter in die Kapelle einzubauen und im Sextett zu spielen. Die anderen Mitglieder waren dagegen, dass Bertel's Sohn Claus mit ihnen mitspielen sollte.

Daraufhin erfolgte die Trennung dieser langjährigen Verbindung.



Ab 1979 spielten Ludwig Bertel mit Sohn Claus und wieder mit Eugen Übelher im Trio weiter.



Die Trio Besetzung unternahm immer wieder sogenannte Fan Reisen. Sie konnten mit Reisegesellschaften mit, bekamen zwar keine Gage, durften aber eine Begleitperson mitnehmen. So reisten die 3 Paare in die Karibik, in die USA, nach Mexiko, Griechenland und Sri Lanka. Auch 3 Kreuzfahrten waren dabei.



Einmal tourten sie eine Monat lang durch Kanada mit einem kanadischen Fernsehsender.



1986 wurde der Grand Prix der Volksmusik ins Leben gerufen und von ORF, ZDF und Schweizer Fernsehen ausgestrahlt. Die Plattenfirma Koch drängte Bertel mitzumachen, aber Bertel wollte nicht. Koch wollte nun, dass das Instrumentalstück von Bertel 'Beim Löwenwirt' in 'Beschwingt geht's los' umbenannt wurde und für die achtköpfige Kapelle 'Tiroler Nachtschwärmer' arrangiert wurde. Die Kapelle machte damit den 3. Platz und Bertel natürlich als Komponist auch.




1988 reichte Bertel den Titel 'Grüße der Musik' ein und nahm mit den Bregenzerwälder Dorfmusikanten im Hallenstadion in Zürich Teil. Man erreichte den 9. Platz. Die Truppe wurde erweitert um Baritonist Roman Nußbaumer und Peter Nußbaumer an der Gitarre.



1989 gab es zum ersten mal Vorentscheidungen. Bertel nahm mit dem Titel 'Der Zauber der Berge im Alpenland' in Österreich teil. Aus 333 Titeln wurden15 ausgewählt und die Dorfmusikanten waren dabei. Danach qualifizierte man sich mit dem 2. Platz für das Finale.



Beim Finale in Linz machten die Bregenzerwälder Dorfmusikanten schlußendlich den 3. Rang.



Die gleichnamige LP erreichte nach wenigen Wochen Gold Status in allen 3 teilnehmenden Ländern.


Feier der Gold LP auf dem Bodenseeschiff Mainau.



Danach wurde das Trio zu mehreren Fernsehsendungen eingeladen, unter anderem auch zur ZDF Super Hitparade.



Anfang der 90er Jahre wurde in der Dornbirner Messehalle öfter der Messelstadl, eine Fernsehsendung ähnlich des Musikantenstadl's abgehalten. Die Bregenzerwälder Dorfmusikanten wurde mehrmals dazu eingeladen.



Am 6. 12. 1991 erhielten sie dafür den Goldenen VN Musikanten.



1995 erhielt Ludwig Bertel das Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg.


Seit 2001 organisierte Ludwig Bertel die Senioren Singnachmittage im Hirschen in Langenegg. Ludwig begleitete an der Zither, Claus am Keyboard, Ehrenfried Meusburger an der Handorgel und Anaklet Nussbaumer an der Gitarren. Bis das Singen in Langenegg vor 3 Jahren aufgegeben wurde, kamen Sangesfreudige aus Deutschland, der Schweiz und Lichtenstein.


Bilder vom letzten Singnachmittag 2018.



Nach zwei schweren Autounfällen 2004 fiel Eugen Übelher aus und für die nächsten eineinhalb Jahre spielten die beiden Bertels im Duo weiter.


2005 kam dann der Handorgler Harry Bänkler hinzu und es wurde fortan wieder im Trio gespielt.


2007 gab es dann das Jubiläum 50 Jahre Bregenzerwälder Dorfmusikanten im Hermann Gmeiner Saal in Alberschwende.



Eine schwerer Schlag war für die Familie Bertel das allzu rasche Ableben von Sohn Claus Bertel.




Ludwig Bertel hat im Lauf seines Lebens an die 1000 Musikwerke komponiert. Von Stücken für grosse Blasmusikkapellen bis hin zu kleinen Besetzungen reicht der Bogen. Viele hatte er für die Langenegger Musik und für die Bregenzerwälder Dorfmusikanten komponiert. Aber es gab auf Auftragswerke für Blas- und Unterhaltungskapellen. An die 600 sind bei der AKM angemeldet und Bertel bekommt dafür Tantiemen.


Im Notenarchiv, 30.4.2021.



2010 erhielt Ludwig Bertel den Berufstitel Professor von Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur verliehen.


In der Laudatio wurde Bertel's besonderes Engagement im Bereich der Volksmusik bzw. der volkstümlichen Musik sowie sein jahrzehntelanger, ehrenamtlicher Einsatz im Blasmusikwesen als Kapellmeister, Komponist und Arrangeur gewürdigt.


Sektionschef Kurt Nekula mit Ludwig Bertel am 17.12.2010 in Wien.



Im Reich des Ludwig Bertel - neunzig Jahre Musikgeschichte.



Ludwig Bertel erzählt über sein 'musikalisches' Leben.



Ludwig Bertel läßt Euch alle grüßen. Foto von heute 30.4.2021.



Wie immer kommt das Schönste zum Schluß.


Lisa und Ludwig Bertel habe mich 2016 mehrmals in meiner Bar Vernissage in Großdorf besucht.



Für alle Mellauer Blogger Freunde zur Information. Lisa Bertel ist die Schwester von Dr. Ambros Nußbaumer.




Ich möchte mich bei Lisa und Ludwig Bertel bedanken für die Überlassung zur Kopie von Fotos und Schallplatten, dem Buch 'Ein Leben für die Musik' und der DVD Prof. Ludwig Bertel erzählt seine Lebensgeschichte' als Geschenk.


Bei der Regio Bregenzerwald und beim Bregenzerwald Archiv bei Frau Mag. Katrin Netter für die Erlaubnis, das Video zu streamen.


Bei Peter Moser von Moser Medien, Hittisau für die Erstellung des tollen Videos.


Mein ganz besonderer Dank gilt Mag. Christian Faißt. Herr Faißt hat seine Diplomarbeit 2008 im Mozarteum in Salzburg über das Wirken von Ludwig Bertel eingereicht. (Hügoro Hanso Schwiegersohn)


2010 auf der Rückreise von Ludwig's Ernennung zum Professor in Wien hatte er den Entschluss gefasst, ein Buch, basierend auf seiner Diplomarbeit, über Ludwig Bertel's Leben zu schreiben.


Ich habe einige Textstelle und Bilder daraus entnommen und kann das Buch jedem Musikliebhaber wärmstens empfehlen.

















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