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Wer braucht schon Nahversorger in Egg? Teil I


1900 bis 1929


Der Titel liest sich provokant, soll er auch und muss er auch. Diese Geschichte zeigt die Entwicklung der Geschäfte und der Dienstleistungen in der Gemeinde Egg. In anderen Gemeinden war es sicherlich ähnlich, vielleicht nicht in diesem Umfang.


Dienstleister sind eigentlich alle. Auch die Gastwirte, aber die haben ihre Geschichte schon bekommen. Auch die Handwerker, die kommen vielleicht später einmal dran. In dieser Geschichte geht es um Kaufleute und Menschen, die ihre Dienste für Geld angepriesen haben.


Der große Unterschied zu heute machte die Mobilität der Kundschaften aus. Man war zu Fuß, oder mit dem Fahrrad unterwegs, bestenfalls mit Pferd und Fuhrwerk. Darum gab es nicht gerade in jedem Weiler, aber schon auf jedem 'Gemeindestrich' einen Laden.


Die meisten Geschäfte hatten am Sonntag nach der heiligen Messe geöffnet. Da hatte man Zeit und war unterwegs.


Eine große Erleichterung brachte die Eröffnung der Wälderbahn 1902, für die Geschäftstreibenden und die Kundschaften. Für den Güterverkehr war die Bahn fast noch wichtiger damals und zwar in beide Richtungen.



Es war normal, dass man in den Läden anschreiben ließ, 'ins 'Büachle'. Am Monatsende bezahlte man dann die Rechnung oder auch nicht.


Es ist unumstritten, dass dieser Umstand die Kaufleute schon mit einer bestimmten Machtfülle ausstattete. Man war in der Gemeindevertretung, Vorsteher und Landtagsabgeordneter. Man gehörte zu den besseren Leuten in der Gemeinde.


Eines noch. Nur weil die meisten Überlieferungen mit ca. 1900 anfangen und es von der Zeit davor kaum Bildmaterial gibt, soll das nicht heissen, dass man vorher nicht eigekauft hat. So kann ich bestimmte Dinge nur vermuten, nicht belegen.


Diese Geschichte zeigt das kaufmännische und kundschaftliche Egg über 70 Jahre.

Natürlich darf auch die Werbung aus der Zeit nicht fehlen.


Die Gemeinde Egg braucht einen Gemeindearzt.


Bregenzer Wochenblatt 18.11.1862



Das Tanzhaus.


Diente zur Kommunikation und zur Unterhaltung. Von hier herab verkündeten die Vorsteher ihre Anliegen nach der heiligen Messe.


Eine Prozession im Jahr 1867. Zu sehen ist rechts die Taverne aus der später das Gasthaus Adler und dann das Gasthaus Post wurde.



Dieses Bild von 1869 zeigt unsere Gemeinde mit der alten Kirche, der alten Schule und mit dem neuen Armenhaus. Der Trakt mit der Kapelle wurde erst 1878 angebaut. Das Armenhaus wurde damals noch auf Andelsbucher Gemeindegrund erbaut. Der Grundtausch erfolgte 1902.


Mit dem Armenhaus haben wir schon einen ganz wichtigen Dienstleister. Hier wurden die minderbemittelten und alleinstehenden Bürger untergebracht, Kranke gepflegt und Babies entbunden.


Vorarlberger Volksblatt 13.8.1869



Meine eigentliche Laden Geschichte fängt in Großdorf an und zwar mit dem Stammhaus der Meusburger Landammänner, dem Haus 6. Der letzte gewählte Landammann Franz Josef Meusburger vererbte einem seiner Kinder um 1800 das Haus 170 (heute Renner).



'Rösslewearts Anno Lädele'


Es ist anzunehmen, dass sich im Haus 170 an der damaligen Großdorfer Strasse schon vor 1900 ein Ladengeschäft befand. Dieses Geschäft wurde später als Rösslewearts Lädele bekannt.


Auch das Gasthaus Rössle in Ittensberg gehörte der Familie Meusburger. Im Rössle war eine Gemischtwarenhandlung untergebracht.


Vorarlberger Volksblatt 7.10.1887



Das Oberbad in Großdorf.


Erbaut um ca. 1600 war das Oberbad ein wichtiger Dienstleister in Sachen Gesundheit und Hygiene. Und das für Gäste und Einheimische zugleich. 1864 wurde das Oberbad saniert.


Vorarlberger Landeszeitung 28.5.1864



Das andere Bad in der Gemeinde Egg war das Unterbad beim heutigen Gasthof zur Traube. Dieses Bad kann bis 1420 zurückverfolgt werden.


'dr Löuo Lado'


1855 erwarb Josef Leo Simma aus Au das Gasthaus Löwen und die gegenüberliegende Dependance. 1880 folgte ihm Johann Kaspar Simma.


Die Löwenwirte waren bekannte Käsehändler und hatten um 1870 zwischen Prag und Triest 62 Vertreter. 1873 erhielten Leo Simma und Josef Schneider den Staatspreis für Landwirtschaft.


Es ist anzunehmen, dass sich in der Löwen Dependance eine Gemischtwarenhandlung befand.


Hie hatte sich auch eine Bäckerei befunden.



Vorarlberger Landeszeitung 22.10.1886


Josef Leo Simma mit seinen Mitarbeitern.



'Toneles Lado'


Die Gemischtwarenhandlung mit Tabak Trafik und Petroleum Verkauf im Gasthaus zur Gams konnte ich zeitlich nicht zurückverfolgen. Aber es ist anzunehmen, dass der Laden mit dem Gasthaus entstanden ist.


Den ältesten Eintrag sehen Sie hier.


Vorarlberger Volksblatt 11.10.1872


Das landwirtschaftliche Gebäude der Familie Schneider ist links zu sehen. Hier war auch eine Viehwaage untergebracht. Rechts zu sehen ist das Stammhaus der Familie Schneider, das Gasthaus zur Gams.


Anton Schneider mit Gattin Maria Rosa und Söhnen Anton und Josef.




1873 wurde der Verein Spar- und Vorschußkasse Egg gegründet. Dies war das erste Geldinstitut im Bregenzerwald.



Die Sparkasse war im Haus des Gemeindevorstehers Kaspar Ignaz Hammerer untergebracht.

(in der späteren Post Dependance)



Feldkircher Zeitung 7.2.1874


Dies ist eine ganz seltene Aufnahme. Die neue Fluhbrücke 1889 gebaut, aber noch die alte Schule und das alte Gesindehaus des Ochsenwirtes.




Die Mühlen in Egg gehören zu den ältesten Nahversorgern.


Die Bruggmühle.


Der Name kommt von der nahegelegenen Schmittenbachbrücke (Brugg). Diese Mühle kann bis 1400 zurückverfolgt werden . Die zwei Wasserräder wurden aus dem Sammelbecken, der darüber liegenden Troy Säge (heute Brauerei Egg) und aus dem Mühleweiher (heute Impulszentrum) gespeist.


In der Bruggmühle befand sich eine Bäckerei und eine Gemischtwarenhandlung.


Dieses Bild zeigt die alte Bruggmühle, das Haus der Familie Schmid (Krunowearts) und das Haus von Josef Anton Fetz.



Zur Pfistermühle gehörte um 1820 eine Bäckerei, eine Krämerei und eine Branntweinschenke, sowie ein Sägewerk.


1909 ging die Pfistermühle an Johann Kaspar Troy, der nur noch das Sägewerk betrieb.



Die Obere Hubermühle zählt zu den ältesten Betrieben in der Gemeinde und kann bis ins Mittelalter nachgewiesen werden. Kaspar Ritter erwarb das Anwesen 1835 und errichtete an der neuen Großdorfer Strasse das Gasthaus zur Traube.


Die Untere Hubermühle kann bis 1550 zurückverfolgt werden. Ab 1640 befand sich hier auch eine Säge. 1889 erwarb Johann Ulrich (Hansore) Sutterlüty diese Säge.

In diesem Betrieb befand sich auch eine Bäckerei.


Weitere Mühlen soll es auf der Hüngen und im Rainertobel gegeben haben.



Die Frau des Gemeindevorstehers und Landtagsabgeordneten Kaspar Ignaz Hammerer führte seit 1848 eine Gemischtwarenhandlung im Haus Loco 478 (der späteren Post Dependance)


Vorarlberger Landeszeitung 5.12.1885


Das Haus Loco 478 der Familie Kaspar Ignaz Hammerer.


Es ist anzunehmen, dass Dr. Feuerstein dieses Haus nach dem Ableben von Hammerer 1898 kaufte.



Dr. Engelbert Feuerstein übernahm von seinem Schwager Postmeister Josef Natter 1891 das Gasthaus Post.


Er war bereits Gemeindearzt seit 1888. Er richtete nun seine Ordination und Apotheke in der Post Dependance ein. Feuerstein war während des Baues der Wälderbahn Bahnarzt, später auch Badearzt nach Eröffnung der Badeanstalt.



Med. Rat Dr. Feuerstein war bis 1925 Gemeindearzt.


Diese Haus wurde 1885 als Gasthaus Adler neu erbaut.


Das Postamt war im Gasthaus Post untergebracht. Zu sehen auf dem Bild rechts von der Haustüre.


Das Postamt blieb hier bis zum Neubau des Postamt Gebäudes 1955.

Im Haus Klebern 479 des Gemeindevorstehers und Landtagsabgeordneten Kaspar Ignaz Troy befand sich schon seit 1873im Parterre eine Gemischtwarenhandlung.


Vorarlberger Volksblatt 22.4.1873




Das wunderschöne Bürgerhaus (später Geschäftshaus der Familie Troy) in Großdorf 169 wurde 1888 von Anton Felder übernommen. Wie man sehen kann, gab es hier schon vorher eine Gemischwarenhandlung.


Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich beim Vorgänger um Drei König Wirt Jodok Felder handelt, da im gesamten Felder Stammbaum kein Jakob aufscheint.


Vorarlberger Volksblatt 4.9.1888


Vorarlberger Landeszeitung 27.1.1894



1889 wurde die alte gedeckte Fluhbrücke aus dem Jahr 1775 durch eine Eisenbrücke ersetzt.


Die Gemeinde Egg kann bis heute in alle Richtungen nur über Brücken erreicht werden.



Die Brauerei Egg.


1889 saßen Kaspar Kohler (Klölar), Gemeindearzt Dr. Engelbert Feuerstein, Löwenwirt Kaspar Simma und Traubenwirt Kaspar Felder bei einer gemütlichen Runde im Gasthaus Drei König in Großdorf. Man sinnierte, wie man wohl einträgliche Geschäfte in der neuen Zeit machen könnte. Kaspar Kohler kam der Gedanke, eine moderne Brauerei zu bauen.


1890 kam die Troy Säge nach dem Ableben von Johann Baptist Troy zur Versteigerung.

Die Säge wurde von den Herren Kaspar Simma, Dr. Feuerstein, Kunsttischler Kaspar Ritter, Tierarzt Jodok Kessler und Michael Moosbrugger ersteigert.


Bald waren sich die Herren einig, dass ein Sägebetrieb unrentabel sei.


Kaspar Simma besuchte Kaspar Kohler 1892 und fragte ihn, ob es ihm immer noch Ernst sei, eine Brauerei zu bauen. Kohler bejahte dies mit Vehemenz. Daraufhin wurde von Simma eine provisorische Gesellschaft gegründet mit allen Eigentümern der Troy Säge, ohne Kaspar Ritter, dafür mit Kaspar Kohler und den Brüdern Leo und Melchior Meusburger vom Gasthaus Taube in Egg.


Das Elternaus von Kaspar Kohler. Das Gasthaus zur Frohen Aussicht in der Mühle.



Traubenwirt Kaspar Felder gab sich viel Mühe den Herren seine Brauerei zu verkaufen. Das lehnte aber Kaspar Kohler ab.


1893 wurde die Firma unter 'Brauerei Egg', Simma, Kohler und Comp. im Handelsregister eingetragen. Als Geschäftsführer wurden Kaspar Simma und Kaspar Kohler bestimmt.


Die Firma Johann Müller aus Mindelheim, Deutschland wurde mit der Planung und der Einrichtung beauftragt. Erbaut wurde die Brauerei von Johann Bertolini und dem Zimmermeister Fetz aus Egg.



Am 24. 3.1894 kam das erste Bier zum Ausstoss. Nach den ersten Kinderkrankheiten stieg Dr. Feuerstein aus der Gesellschaft aus. Nachdem man im ersten Geschäftsjahr bereits den 3. Braumeister hatte, stieg auch der Tierarzt Kessler aus.


Für den Traubenwirt Felder war die Brauerei ein rotes Tuch. Eine gehörige 'Fadograde' setzte es, als Felder die Vertretung für die Mohrenbrauerei Dornbirn im Bregenzerwald übernahm. Eine weitere folgte, als 1898 die Schwärzlersche Brauerei in Lingenau zur Versteigerung ausgeschrieben war und Felder diese mit einem Vorderwälder Konsortium ersteigerte.


Traubenwirt Kaspar Felder.


Am Eisgalgen wurde Eis produziert. Dies wurde dann in einem Kellerraum gelagert und diente zur Kühlung des Bieres in den wärmeren Monaten.


Die Wälderbahn war ein Segen für den Transport von Malz nach Egg und das Bier nach Bregenz.


Weitere Rückschläge waren der frühe Tod von Michael Moosbrugger 1902 und von Mitgeschäftsführer Kaspar Simma 1908.


Jedoch nach wenigen Jahren war die Aktien Brauerei profitabel.



1894 wurde im Gasthaus Löwen angebaut. Entstanden war ein wunderschöner Saal und ein neues Ladengeschäft darunter. Auch dieses Gebäude wurde von Johann Bertolini realisiert.



Eine Hochzeitsgesellschaft vor dem neuen Löwen Laden.


Im Löwenladen gab es eine Gemischtwarenhandlung mit Textilien, eine Eisenhandlung, eine Trafik und Petroleumverkauf.






Die Metzgerei im Gasthaus Engel.


Der Volksfreund 19.10.1894



'dr Hauser Miele Lado' im Stadel 484.


1865 baute Anton Hiller hier ein Gasthaus mit einer Bäckerei und einem Geschäft.


Johann Hauser war Bäcker beim Löwenwirt in Egg und Maria Hiller hat im Gasthaus Löwen gearbeitet.


1896 übernahmen Johann Hauser und Maria Hiller das Anwesen im Stadel. Auch Johann Hauser war Bäckermeister und Maria (Miele) betrieb den Laden für die 'Stunobuchar' und auch Schwarzenberger Kundschaften.





Am 17. Juli 1897 brannte die Bruggmühle von Michael Moosbrugger ab.


Vorarlberger Landeszeitung 18.7.1897


Die Brandruine der Bruggmühle


Die neue Bruggmühle wurde in Rekordzeit von der Firma Johann Bertolini wieder aufgebaut.

Auch das Natter Haus neben dem Gasthaus Ochsen Loco 8 wurde zur selben Zeit errichtet. Auch das Natter Haus wurde von Johann Bertolini erbaut.

Vorarlberger Volksfreund 19.11.1897


Die neue Bruggmühle hatte ein eigens Kraftwerk.


Vorarlberger Volksblatt 19.1.1898


Die neue Bruggmühle




Die Familie Meusburger kaufte das Gasthaus zur Taube um 1880. (auf dem Bild rechts)


Die Brüder Leo und Melchior Bechter war beide Metzger und richteten im Untergeschoss

eine Metzgerei mit Verkaufsladen ein.


Ab 1898 war die Metzgerei an das Stromnetz von Anton Rechensteiner angeschlossen.


Dieses Bild stammt aus dem Jahr 1898, da die Volksschule noch im Rohbau ist.


931 wurde die Metzgerei mit dem Laden an Metzgermeister Peter Greber vermietet. Die Familie Greber wohnte im Haus auf der gegenüber liegenden Seite der Taube.

1900 hatte die Gemeinde Egg 1920 Einwohner.



Das Zentrum von Egg um 1901.


Großdorf um 1900.


Die Schifflistickerei von Caspar Ignaz v.d. Thannen in Großdorf war ein bedeutender Betrieb mit einer Handlung für die erzeugten Waren.



Der Weltkrieg brachte einen Niedergang der Stickerei im gesamten Bregenzerwald. Die Stickerei in Großdorf wurden in den 20er Jahren geschlossen.



1901 ging die Stickereifabrik in der Mühle von Johann Hammerer aus Egg und Max Kessler aus dem Kleinen Walsertal in Betrieb. Dass Gebäude wurde von Johann Bertolini erbaut.



Diese Fabrik wurde 1910 auf Klöppelspitzen umgestellt.




'dr Rössle Lado'


Das Gasthaus Rössle in Ittensberg kann bis vor 1900 zurück verfolgt werden. Vermutlich gab es auch damals schon ein Ladengeschäft mit Trafik und Petroleum Verkauf.


Das Rössle und der Laden in Großdorf 170 gehörten seit Generationen den Familien Meusburger und dann v.d.Thannen.



Hier kauften die Ittensberger ein, sowie die Leute in den Vorsäße und Alpen vom Hennenberg bis an die Schönenbacher Grenze.




'dr Oxo Lado'


Die Gemischtwarenhandlung ohne Petroleum und ohne Tabak Trafik wurde von der Ochsenwirtin Franziska Natter 1896 eröffnet.



Auch zu sehen auf dieser Postkarte ist das neuerbaute Haus der Familie Natter im Loco 8 (heutiges 'Tuapar Hus').


Kaspar Kohler wurde im Jahr 1896 von der Sparkasse als Kassier gewählt. 1904 schlug er vor, dass die Gemeinde den Kassenverein übernehmen soll. Die Verhandlungen zogen sich hin bis 1907. Unter der Bedingung, dass Kohler für die schlechten Kredite persönlich haftete, übernahm die Gemeine die Sparkasse.


Die Sparkasse übersiedelte nun ins Erdgeschoss im Natter Haus Loco 8.


Übrigens, falls Sie sich wundern, warum früher auf der Vorderseite der Postkarte geschrieben wurde? Die Rückseite war nur für die Adresse bestimmt.



Am 20.9.1902 geriet in der Bruggmühle Michael Moosbrugger im Kraftwerk in den Strom und verstarb am gleichen Tag. Er war Organisator des am nächsten Tag stattfindenden grossen Dorffestes.



Die Bruggmühle wurde danach von einer Gesellschaft aufgekauft.


Am 21.9.1902 wurde offiziell die Wälderbahn eingeweiht.


Vorausgegangen waren zähe Verhandlungen mit den Anrainer Gemeinden und mit den Grundbesitzern. Beauftragter der Gemeinde Egg war Kaspar Kohler.


Er beharrte bis zuletzt darauf , dass der Bahnhof Lingenau/Hittisau überflüssig sei um den Vorderwälder Verkehr durch Egg zu schleusen. Er führte auch sämtliche Grundablöse Verhandlungen.


Es gab natürlich ein generelles Problem. Der benötigte Grund gehörte den Bauern und die Gewerbetreibenden wollten die Bahn. Viele der uneinsichtigen Grundeigentümer wurden kurzerhand enteignet.



Kaspar Kohler (Klölar), der Egger Bill Gates der damaligen Zeit.


Danach gab es ein grosses zwei-tägiges Volksfest. Der Pavillon in der Bildmitte wurde später vom Verschönerungsverein auf die Franz-Josefshöhe gestellt.



Der Ur-Bahnteifl der Wälderbahn. Für alle die glaubten, Bahnteifl sei eine Musik Formation aus Klebern.




In der Bildmitte sehen wir das Gasthaus zum Sternen in der Gerbe 22. Um 1700 war Landammann Johann Fetz Sternenwirt. In diesem Haus befand sich eine Bäckerei und ein Laden. Der Laden wurde zuletzt von Maria Katharina Greber betrieben und um die Jahrhundertwende aufgelassen.


Das grossen Volksfest von 1902.



1902 wurde in Großdorf die Sennerei Genossenschaft gegründet. Zuvor waren im Landammannhaus 6 und in der späteren Handlung Troy Sennereien untergebracht.



1902 wurde der Verschönerungsverein