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Wer braucht schon Nahversorger in Egg? Teil I


1900 bis 1929


Der Titel liest sich provokant, soll er auch und muss er auch. Diese Geschichte zeigt die Entwicklung der Geschäfte und der Dienstleistungen in der Gemeinde Egg. In anderen Gemeinden war es sicherlich ähnlich, vielleicht nicht in diesem Umfang.


Dienstleister sind eigentlich alle. Auch die Gastwirte, aber die haben ihre Geschichte schon bekommen. Auch die Handwerker, die kommen vielleicht später einmal dran. In dieser Geschichte geht es um Kaufleute und Menschen, die ihre Dienste für Geld angepriesen haben.


Der große Unterschied zu heute machte die Mobilität der Kundschaften aus. Man war zu Fuß, oder mit dem Fahrrad unterwegs, bestenfalls mit Pferd und Fuhrwerk. Darum gab es nicht gerade in jedem Weiler, aber schon auf jedem 'Gemeindestrich' einen Laden.


Die meisten Geschäfte hatten am Sonntag nach der heiligen Messe geöffnet. Da hatte man Zeit und war unterwegs.


Eine große Erleichterung brachte die Eröffnung der Wälderbahn 1902, für die Geschäftstreibenden und die Kundschaften. Für den Güterverkehr war die Bahn fast noch wichtiger damals und zwar in beide Richtungen.



Es war normal, dass man in den Läden anschreiben ließ, 'ins 'Büachle'. Am Monatsende bezahlte man dann die Rechnung oder auch nicht.


Es ist unumstritten, dass dieser Umstand die Kaufleute schon mit einer bestimmten Machtfülle ausstattete. Man war in der Gemeindevertretung, Vorsteher und Landtagsabgeordneter. Man gehörte zu den besseren Leuten in der Gemeinde.


Eines noch. Nur weil die meisten Überlieferungen mit ca. 1900 anfangen und es von der Zeit davor kaum Bildmaterial gibt, soll das nicht heissen, dass man vorher nicht eigekauft hat. So kann ich bestimmte Dinge nur vermuten, nicht belegen.


Diese Geschichte zeigt das kaufmännische und kundschaftliche Egg über 70 Jahre.

Natürlich darf auch die Werbung aus der Zeit nicht fehlen.


Die Gemeinde Egg braucht einen Gemeindearzt.


Bregenzer Wochenblatt 18.11.1862



Das Tanzhaus.


Diente zur Kommunikation und zur Unterhaltung. Von hier herab verkündeten die Vorsteher ihre Anliegen nach der heiligen Messe.


Eine Prozession im Jahr 1867. Zu sehen ist rechts die Taverne aus der später das Gasthaus Adler und dann das Gasthaus Post wurde.



Dieses Bild von 1869 zeigt unsere Gemeinde mit der alten Kirche, der alten Schule und mit dem neuen Armenhaus. Der Trakt mit der Kapelle wurde erst 1878 angebaut. Das Armenhaus wurde damals noch auf Andelsbucher Gemeindegrund erbaut. Der Grundtausch erfolgte 1902.


Mit dem Armenhaus haben wir schon einen ganz wichtigen Dienstleister. Hier wurden die minderbemittelten und alleinstehenden Bürger untergebracht, Kranke gepflegt und Babies entbunden.


Vorarlberger Volksblatt 13.8.1869



Meine eigentliche Laden Geschichte fängt in Großdorf an und zwar mit dem Stammhaus der Meusburger Landammänner, dem Haus 6. Der letzte gewählte Landammann Franz Josef Meusburger vererbte einem seiner Kinder um 1800 das Haus 170 (heute Renner).



'Rösslewearts Anno Lädele'


Es ist anzunehmen, dass sich im Haus 170 an der damaligen Großdorfer Strasse schon vor 1900 ein Ladengeschäft befand. Dieses Geschäft wurde später als Rösslewearts Lädele bekannt.


Auch das Gasthaus Rössle in Ittensberg gehörte der Familie Meusburger. Im Rössle war eine Gemischtwarenhandlung untergebracht.


Vorarlberger Volksblatt 7.10.1887



Das Oberbad in Großdorf.


Erbaut um ca. 1600 war das Oberbad ein wichtiger Dienstleister in Sachen Gesundheit und Hygiene. Und das für Gäste und Einheimische zugleich. 1864 wurde das Oberbad saniert.


Vorarlberger Landeszeitung 28.5.1864



Das andere Bad in der Gemeinde Egg war das Unterbad beim heutigen Gasthof zur Traube. Dieses Bad kann bis 1420 zurückverfolgt werden.


'dr Löuo Lado'


1855 erwarb Josef Leo Simma aus Au das Gasthaus Löwen und die gegenüberliegende Dependance. 1880 folgte ihm Johann Kaspar Simma.


Die Löwenwirte waren bekannte Käsehändler und hatten um 1870 zwischen Prag und Triest 62 Vertreter. 1873 erhielten Leo Simma und Josef Schneider den Staatspreis für Landwirtschaft.


Es ist anzunehmen, dass sich in der Löwen Dependance eine Gemischtwarenhandlung befand.


Hie hatte sich auch eine Bäckerei befunden.



Vorarlberger Landeszeitung 22.10.1886


Josef Leo Simma mit seinen Mitarbeitern.



'Toneles Lado'


Die Gemischtwarenhandlung mit Tabak Trafik und Petroleum Verkauf im Gasthaus zur Gams konnte ich zeitlich nicht zurückverfolgen. Aber es ist anzunehmen, dass der Laden mit dem Gasthaus entstanden ist.


Den ältesten Eintrag sehen Sie hier.


Vorarlberger Volksblatt 11.10.1872


Das landwirtschaftliche Gebäude der Familie Schneider ist links zu sehen. Hier war auch eine Viehwaage untergebracht. Rechts zu sehen ist das Stammhaus der Familie Schneider, das Gasthaus zur Gams.


Anton Schneider mit Gattin Maria Rosa und Söhnen Anton und Josef.




1873 wurde der Verein Spar- und Vorschußkasse Egg gegründet. Dies war das erste Geldinstitut im Bregenzerwald.



Die Sparkasse war im Haus des Gemeindevorstehers Kaspar Ignaz Hammerer untergebracht.

(in der späteren Post Dependance)



Feldkircher Zeitung 7.2.1874


Dies ist eine ganz seltene Aufnahme. Die neue Fluhbrücke 1889 gebaut, aber noch die alte Schule und das alte Gesindehaus des Ochsenwirtes.




Die Mühlen in Egg gehören zu den ältesten Nahversorgern.


Die Bruggmühle.


Der Name kommt von der nahegelegenen Schmittenbachbrücke (Brugg). Diese Mühle kann bis 1400 zurückverfolgt werden . Die zwei Wasserräder wurden aus dem Sammelbecken, der darüber liegenden Troy Säge (heute Brauerei Egg) und aus dem Mühleweiher (heute Impulszentrum) gespeist.


In der Bruggmühle befand sich eine Bäckerei und eine Gemischtwarenhandlung.


Dieses Bild zeigt die alte Bruggmühle, das Haus der Familie Schmid (Krunowearts) und das Haus von Josef Anton Fetz.



Zur Pfistermühle gehörte um 1820 eine Bäckerei, eine Krämerei und eine Branntweinschenke, sowie ein Sägewerk.


1909 ging die Pfistermühle an Johann Kaspar Troy, der nur noch das Sägewerk betrieb.



Die Obere Hubermühle zählt zu den ältesten Betrieben in der Gemeinde und kann bis ins Mittelalter nachgewiesen werden. Kaspar Ritter erwarb das Anwesen 1835 und errichtete an der neuen Großdorfer Strasse das Gasthaus zur Traube.


Die Untere Hubermühle kann bis 1550 zurückverfolgt werden. Ab 1640 befand sich hier auch eine Säge. 1889 erwarb Johann Ulrich (Hansore) Sutterlüty diese Säge.

In diesem Betrieb befand sich auch eine Bäckerei.


Weitere Mühlen soll es auf der Hüngen und im Rainertobel gegeben haben.



Die Frau des Gemeindevorstehers und Landtagsabgeordneten Kaspar Ignaz Hammerer führte seit 1848 eine Gemischtwarenhandlung im Haus Loco 478 (der späteren Post Dependance)


Vorarlberger Landeszeitung 5.12.1885


Das Haus Loco 478 der Familie Kaspar Ignaz Hammerer.


Es ist anzunehmen, dass Dr. Feuerstein dieses Haus nach dem Ableben von Hammerer 1898 kaufte.



Dr. Engelbert Feuerstein übernahm von seinem Schwager Postmeister Josef Natter 1891 das Gasthaus Post.


Er war bereits Gemeindearzt seit 1888. Er richtete nun seine Ordination und Apotheke in der Post Dependance ein. Feuerstein war während des Baues der Wälderbahn Bahnarzt, später auch Badearzt nach Eröffnung der Badeanstalt.



Med. Rat Dr. Feuerstein war bis 1925 Gemeindearzt.


Diese Haus wurde 1885 als Gasthaus Adler neu erbaut.


Das Postamt war im Gasthaus Post untergebracht. Zu sehen auf dem Bild rechts von der Haustüre.


Das Postamt blieb hier bis zum Neubau des Postamt Gebäudes 1955.

Im Haus Klebern 479 des Gemeindevorstehers und Landtagsabgeordneten Kaspar Ignaz Troy befand sich schon seit 1873im Parterre eine Gemischtwarenhandlung.


Vorarlberger Volksblatt 22.4.1873




Das wunderschöne Bürgerhaus (später Geschäftshaus der Familie Troy) in Großdorf 169 wurde 1888 von Anton Felder übernommen. Wie man sehen kann, gab es hier schon vorher eine Gemischwarenhandlung.


Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich beim Vorgänger um Drei König Wirt Jodok Felder handelt, da im gesamten Felder Stammbaum kein Jakob aufscheint.


Vorarlberger Volksblatt 4.9.1888


Vorarlberger Landeszeitung 27.1.1894



1889 wurde die alte gedeckte Fluhbrücke aus dem Jahr 1775 durch eine Eisenbrücke ersetzt.


Die Gemeinde Egg kann bis heute in alle Richtungen nur über Brücken erreicht werden.



Die Brauerei Egg.


1889 saßen Kaspar Kohler (Klölar), Gemeindearzt Dr. Engelbert Feuerstein, Löwenwirt Kaspar Simma und Traubenwirt Kaspar Felder bei einer gemütlichen Runde im Gasthaus Drei König in Großdorf. Man sinnierte, wie man wohl einträgliche Geschäfte in der neuen Zeit machen könnte. Kaspar Kohler kam der Gedanke, eine moderne Brauerei zu bauen.


1890 kam die Troy Säge nach dem Ableben von Johann Baptist Troy zur Versteigerung.

Die Säge wurde von den Herren Kaspar Simma, Dr. Feuerstein, Kunsttischler Kaspar Ritter, Tierarzt Jodok Kessler und Michael Moosbrugger ersteigert.


Bald waren sich die Herren einig, dass ein Sägebetrieb unrentabel sei.


Kaspar Simma besuchte Kaspar Kohler 1892 und fragte ihn, ob es ihm immer noch Ernst sei, eine Brauerei zu bauen. Kohler bejahte dies mit Vehemenz. Daraufhin wurde von Simma eine provisorische Gesellschaft gegründet mit allen Eigentümern der Troy Säge, ohne Kaspar Ritter, dafür mit Kaspar Kohler und den Brüdern Leo und Melchior Meusburger vom Gasthaus Taube in Egg.


Das Elternaus von Kaspar Kohler. Das Gasthaus zur Frohen Aussicht in der Mühle.



Traubenwirt Kaspar Felder gab sich viel Mühe den Herren seine Brauerei zu verkaufen. Das lehnte aber Kaspar Kohler ab.


1893 wurde die Firma unter 'Brauerei Egg', Simma, Kohler und Comp. im Handelsregister eingetragen. Als Geschäftsführer wurden Kaspar Simma und Kaspar Kohler bestimmt.


Die Firma Johann Müller aus Mindelheim, Deutschland wurde mit der Planung und der Einrichtung beauftragt. Erbaut wurde die Brauerei von Johann Bertolini und dem Zimmermeister Fetz aus Egg.



Am 24. 3.1894 kam das erste Bier zum Ausstoss. Nach den ersten Kinderkrankheiten stieg Dr. Feuerstein aus der Gesellschaft aus. Nachdem man im ersten Geschäftsjahr bereits den 3. Braumeister hatte, stieg auch der Tierarzt Kessler aus.


Für den Traubenwirt Felder war die Brauerei ein rotes Tuch. Eine gehörige 'Fadograde' setzte es, als Felder die Vertretung für die Mohrenbrauerei Dornbirn im Bregenzerwald übernahm. Eine weitere folgte, als 1898 die Schwärzlersche Brauerei in Lingenau zur Versteigerung ausgeschrieben war und Felder diese mit einem Vorderwälder Konsortium ersteigerte.


Traubenwirt Kaspar Felder.


Am Eisgalgen wurde Eis produziert. Dies wurde dann in einem Kellerraum gelagert und diente zur Kühlung des Bieres in den wärmeren Monaten.


Die Wälderbahn war ein Segen für den Transport von Malz nach Egg und das Bier nach Bregenz.


Weitere Rückschläge waren der frühe Tod von Michael Moosbrugger 1902 und von Mitgeschäftsführer Kaspar Simma 1908.


Jedoch nach wenigen Jahren war die Aktien Brauerei profitabel.



1894 wurde im Gasthaus Löwen angebaut. Entstanden war ein wunderschöner Saal und ein neues Ladengeschäft darunter. Auch dieses Gebäude wurde von Johann Bertolini realisiert.



Eine Hochzeitsgesellschaft vor dem neuen Löwen Laden.


Im Löwenladen gab es eine Gemischtwarenhandlung mit Textilien, eine Eisenhandlung, eine Trafik und Petroleumverkauf.






Die Metzgerei im Gasthaus Engel.


Der Volksfreund 19.10.1894



'dr Hauser Miele Lado' im Stadel 484.


1865 baute Anton Hiller hier ein Gasthaus mit einer Bäckerei und einem Geschäft.


Johann Hauser war Bäcker beim Löwenwirt in Egg und Maria Hiller hat im Gasthaus Löwen gearbeitet.


1896 übernahmen Johann Hauser und Maria Hiller das Anwesen im Stadel. Auch Johann Hauser war Bäckermeister und Maria (Miele) betrieb den Laden für die 'Stunobuchar' und auch Schwarzenberger Kundschaften.





Am 17. Juli 1897 brannte die Bruggmühle von Michael Moosbrugger ab.


Vorarlberger Landeszeitung 18.7.1897


Die Brandruine der Bruggmühle


Die neue Bruggmühle wurde in Rekordzeit von der Firma Johann Bertolini wieder aufgebaut.

Auch das Natter Haus neben dem Gasthaus Ochsen Loco 8 wurde zur selben Zeit errichtet. Auch das Natter Haus wurde von Johann Bertolini erbaut.

Vorarlberger Volksfreund 19.11.1897


Die neue Bruggmühle hatte ein eigens Kraftwerk.


Vorarlberger Volksblatt 19.1.1898


Die neue Bruggmühle




Die Familie Meusburger kaufte das Gasthaus zur Taube um 1880. (auf dem Bild rechts)


Die Brüder Leo und Melchior Bechter war beide Metzger und richteten im Untergeschoss

eine Metzgerei mit Verkaufsladen ein.


Ab 1898 war die Metzgerei an das Stromnetz von Anton Rechensteiner angeschlossen.


Dieses Bild stammt aus dem Jahr 1898, da die Volksschule noch im Rohbau ist.


931 wurde die Metzgerei mit dem Laden an Metzgermeister Peter Greber vermietet. Die Familie Greber wohnte im Haus auf der gegenüber liegenden Seite der Taube.

1900 hatte die Gemeinde Egg 1920 Einwohner.



Das Zentrum von Egg um 1901.


Großdorf um 1900.


Die Schifflistickerei von Caspar Ignaz v.d. Thannen in Großdorf war ein bedeutender Betrieb mit einer Handlung für die erzeugten Waren.



Der Weltkrieg brachte einen Niedergang der Stickerei im gesamten Bregenzerwald. Die Stickerei in Großdorf wurden in den 20er Jahren geschlossen.



1901 ging die Stickereifabrik in der Mühle von Johann Hammerer aus Egg und Max Kessler aus dem Kleinen Walsertal in Betrieb. Dass Gebäude wurde von Johann Bertolini erbaut.



Diese Fabrik wurde 1910 auf Klöppelspitzen umgestellt.




'dr Rössle Lado'


Das Gasthaus Rössle in Ittensberg kann bis vor 1900 zurück verfolgt werden. Vermutlich gab es auch damals schon ein Ladengeschäft mit Trafik und Petroleum Verkauf.


Das Rössle und der Laden in Großdorf 170 gehörten seit Generationen den Familien Meusburger und dann v.d.Thannen.



Hier kauften die Ittensberger ein, sowie die Leute in den Vorsäße und Alpen vom Hennenberg bis an die Schönenbacher Grenze.




'dr Oxo Lado'


Die Gemischtwarenhandlung ohne Petroleum und ohne Tabak Trafik wurde von der Ochsenwirtin Franziska Natter 1896 eröffnet.



Auch zu sehen auf dieser Postkarte ist das neuerbaute Haus der Familie Natter im Loco 8 (heutiges 'Tuapar Hus').


Kaspar Kohler wurde im Jahr 1896 von der Sparkasse als Kassier gewählt. 1904 schlug er vor, dass die Gemeinde den Kassenverein übernehmen soll. Die Verhandlungen zogen sich hin bis 1907. Unter der Bedingung, dass Kohler für die schlechten Kredite persönlich haftete, übernahm die Gemeine die Sparkasse.


Die Sparkasse übersiedelte nun ins Erdgeschoss im Natter Haus Loco 8.


Übrigens, falls Sie sich wundern, warum früher auf der Vorderseite der Postkarte geschrieben wurde? Die Rückseite war nur für die Adresse bestimmt.



Am 20.9.1902 geriet in der Bruggmühle Michael Moosbrugger im Kraftwerk in den Strom und verstarb am gleichen Tag. Er war Organisator des am nächsten Tag stattfindenden grossen Dorffestes.



Die Bruggmühle wurde danach von einer Gesellschaft aufgekauft.


Am 21.9.1902 wurde offiziell die Wälderbahn eingeweiht.


Vorausgegangen waren zähe Verhandlungen mit den Anrainer Gemeinden und mit den Grundbesitzern. Beauftragter der Gemeinde Egg war Kaspar Kohler.


Er beharrte bis zuletzt darauf , dass der Bahnhof Lingenau/Hittisau überflüssig sei um den Vorderwälder Verkehr durch Egg zu schleusen. Er führte auch sämtliche Grundablöse Verhandlungen.


Es gab natürlich ein generelles Problem. Der benötigte Grund gehörte den Bauern und die Gewerbetreibenden wollten die Bahn. Viele der uneinsichtigen Grundeigentümer wurden kurzerhand enteignet.



Kaspar Kohler (Klölar), der Egger Bill Gates der damaligen Zeit.


Danach gab es ein grosses zwei-tägiges Volksfest. Der Pavillon in der Bildmitte wurde später vom Verschönerungsverein auf die Franz-Josefshöhe gestellt.



Der Ur-Bahnteifl der Wälderbahn. Für alle die glaubten, Bahnteifl sei eine Musik Formation aus Klebern.




In der Bildmitte sehen wir das Gasthaus zum Sternen in der Gerbe 22. Um 1700 war Landammann Johann Fetz Sternenwirt. In diesem Haus befand sich eine Bäckerei und ein Laden. Der Laden wurde zuletzt von Maria Katharina Greber betrieben und um die Jahrhundertwende aufgelassen.


Das grossen Volksfest von 1902.



1902 wurde in Großdorf die Sennerei Genossenschaft gegründet. Zuvor waren im Landammannhaus 6 und in der späteren Handlung Troy Sennereien untergebracht.



1902 wurde der Verschönerungsverein gegründet. Gründerväter waren Dr. Engelbert Feuerstein und der Braumeister Max Ach. Ziel war es den Fremdenverkehr zu fördern.


1905 taten sich im Bregenzerwald die touristischen Gemeinden zusammen und gründeten den Bregenzerwald-Verein unter der Führung von Vizekanzler Dr. Jodok Fink aus Andelsbuch.


Daraus entstand später der Verkehrsverein Bregenzerwald.


Das erst Prospekt der Gemeinde Egg im Jahr 1903.






Die Badeanstalt Egg wurde von Johann Bertolini erbaut und vom Verschönerungsverein finanziert. Eröffnung war 1903.


Vorarlberger Volksblatt 30.7.1903



Die Badeanstalt hatte nur in den Sommermonaten geöffnet.


Gemeindeblatt 22.5.1905



Gemeindeblatt 15.5.1904




Johann Jakob Greuss aus Grodorf war Fotograf in der Zeit von 1890 bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges. Er wohnte in Ittensberg und im Ausserdorf in Großdorf.



Vorarlberger Volksblatt 2.8.1901



Balthasar Hammerer heiratete um 1900. Er hatte seine Schneiderei mit 2-3 Gesellen im Figurenhaus am Platz.


Gemeindeblatt 1.10.1905


Das Figuren Haus im Loco gehörte zu dieser Zeit bereits der Sparkasse.



'dr Fischar Lado'


In Großdorf im Haus Schluh 164 hatte Franz Josef Fischer seine Gemischtwarenhandlung.


Gemeindeblatt 8.10.1905


Alois Rechensteiner betrieb eine Ledergerberei an der Hub 490.


Rechensteiner nahm bereits 1892 das erste elektrische Kraftwerk in der Gemeinde in Betrieb.

Das Kraftwerk versorgte auch die Nachbarhäuser, die Bahnhofrestauration, das Gasthaus Post und die Metzgerei im Gasthaus Taube.


Gemeindeblatt 29.11.1905



Gemeindeblatt 29.11.1905


Der Verschönerungsverein legte Spazier- und Wanderwege an, stellte Bänklein auf und war auch für die Beschilderung der Wege zuständig.



Ein Plakat des Verschönerungsvereines.



Die erste Fortbildungsschule im Bregenzerwald startete bereits 1903.


Gemeindeblatt 3.12.1905



'Troyo Lado' im Dorf


Im Jahr 1906 kaufte Josef Troy das stattliche Bürgerhaus 169 von Anton Felder.


In diesem Haus war auch eine Sennerei und eine Küferei untergebracht.





1898 wurde in Großdorf der Lebensmittel-Bezugsverein gegründet.



Die Bezugsvereine in Vorarlberg wurden1906 in Konsumvereine umgetauft.


Der Konsum befand sich im Unterdorf 8 im Haus von Alois Meusburger.



Die Großdorfer nennen deshalb dieses Haus bis heute 'Vereinshus'.


Gemeindeblatt 28.5.1907



Gemeindeblatt 2.6.1907




Die Raiffeisenkasse Großdorf wurde am 18.2.1898 gegründet. Die Kasse durfte auch landwirtschaftliche Produkte verkaufen. Untergebracht war die Kasse zuerst beim Kassier Oberlehrer Franz Anton Feuerstein.


23.6.1907


Später war die Kasse im Haus von Franz Josef Fischer im Schluh 164 untergebracht.



1908 wurde unter der Federführung von Bahnhofsvorstand Hans Gahmon die Wintersport Vereinigung Egg gegründet. Dies war der erste Schiclub im Bregenzerwald.


Damit begann der Wintertourismus in der Gemeinde. Beliebt waren die Hänge im Amagmach und auf Brongen.


Auch eine Rodelsektion wurde gegründet. Die Strecke vom Amagmach bis nach Großdorf war sehr gefragt. Das Gasthaus Rössle und das Gasthaus Drei König waren Treffpunkte für die Wintersportler.




Bereits 1909 fand das erste verbandsoffene Schirennen und ein Schauspringen statt.

Die Schanze wurde am Kirchenbühel gebaut. Heute würde man vermutlich dem Farben Morscher aufs Dach springen.





Das Elektrizitätswerk der Gemeinde Egg.


1906 beschloss die Gemeindevertretung ein E-Werk zu bauen. Leiter des Komitees war Löwenwirt Kaspar Simma.


Es gab 3 Volksbefragungen (bis man genügend Ja Stimmen hatte). Zuletzt stimmten im Jahr 1907 von den Stimmberechtigten 256 mit Ja und 79 mit Nein. Zu diesem Zeitpunkt war das Kraftwerk längst im Bau.


Der Stollen von der Kohlgrubau bis ins Tuppen wurde von der Firma Bertolini gebaut.


1908 ging das E-Werk ans Netz.



Gleichzeitig wurde das von der Gemeine gebaute Verwaltungsgebäude eröffnet. Hier war auch die Geschäftsführer Wohnung untergebracht.


Dieses Bild zeigt das Verwaltungsgebäude in Bildmitte zu einem späteren Zeitpunkt.


Das neue E-Werk mit der Tuppenbrücke, erbaut 1845 und dem Wälderbahn Viadukt.


Ab 1900 gab es graphische Büros, die Fotos farblich aufbereiteten.


1909 eröffneten die Familie Schmid zur Gerbe ihre Banhofrestauration. Dieses wunderschöne Gebäude im Backsteinkleid wurde von der Firma Johann Bertolini erstellt.


Die Bahnhofrestauration hatte auch ein Lädele für Haushaltsartikel und Geschirr, sowie eine Tabak Trafik.








1910 hatte die Gemeinde Egg 1900 Einwohner.



Gemeindeblatt 6.2.1910



Die Firma Heidegger & Lang.


Die Gebrüder Heidegger und Josef Lang betrieben einen Stickereibetrieb in der Mühle.


Diese beiden Häuser wurden später an den Sparkassenchef Josef Natter verkauft. Die Firma baute einen neuen Klöppel Betrieb an der Hub. Dort stieg die Familie Heidegger 1924 aus dem Betrieb aus.



Alfred Heidegger zog in das Haus in der Gerbe 535, das die Familie Heidegger im Rohbau von einem Deuring um 1910 kaufen konnte.


Hier entstand später das Delikatessengeschäft von Alfred Heidegger und seiner Gattin Frieda.



Das Jahrhundert Hochwasser in nie da gewesener Heftigkeit am 14. und 15. 6.1910 wütete in ganz Vorarlberg.


Gemeindeblatt 4.9.1910


Der Deutsche Kronprinz mit seiner Entourage 1910 vom Gasthaus Krone in Hittisau kommend, auf dem Weg nach Hopfreben. Linksabbiegen an der Egger Kreuzung ging damals noch problemlos, war es doch das erste Automobil im Bregenzerwald.



Im Gasthaus Drei König in Großdorf gab es eine Bäckerei, ein kleiner Laden und eine Tabak Trafik. Weiters war hier die Postablegestelle und im gegenüberliegenden Feuerwehrhaus eine Viehwaage. Ausserdem befand sich hier das Nottelefon für Großdorf.



Gemeindeblatt 13.3.1910



Der Aussichtspavillon auf der Franz-Josefshöhe


Eine Postkartenserie wurde zu Werbezwecken vom Verschönerungsverein in Auftrag gegeben.



Der Friseur Josef Bruckschlegl war im Gasthaus zur Post im Untergeschoss strassenseitig im Quartier.


Gemeindeblatt 23.11.1910


Der Frisiersalon von Josef Bruckschlegl im Gasthaus Post.




'dr Väaschtorar Lado' in der Mühle 29.


Die Gemischtwarenhandlung von Alois Meusburger mit Tabak Trafik.





Auf Initiative von Kaspar Kohler wurde in Egg die erste Vorarlberger Strohhutfabrik gebaut.


Die Strohhutfabrik wurde 1912/1913 erbaut.


Vorarlberger Volksblatt 29.3.1912



Arbeiterinnen in der Strohhutfabrik.



Gemeindeblatt 16.4.1911


Auch die ersten Krankenkassen funktionierten auf Vereinsbasis.


Gemeindeblatt 30.4.1911



Gemeindeblatt 30.4.1911



Das Fuhrwerk der Brauerei Egg.



Gemeindeblatt 11.6.1911


Eine besondere Bedeutung hatte der Nikolausmarkt in Egg. Dort kaufte man Sachen, die vielleicht in der Gemeinde nicht erhältlich waren.


Die auswärtigen Kaufleute hatten über Jahre hinweg ihren Stand am selben Platz auf dem Markt.


Hier eine kleine Auswahl aus dem Jahr 1912.




Das erste Telefonbuch, oder besser gesagt -Blatt aus dem Jahr 1913.


3 sollte natürlich Taube, nicht Traube heissen.



Gemeindeblatt 14.1.1914



Nach der Ermordung des Thronfolgerpaares Franz Ferdinand und Sophie in Sarajevo begann 1914 der Weltkrieg.


Niemand war auf diesen Krieg vorbereitet und die Lebensmittel wurden bereits 1914 knapp.


Marken zur Rationierung wurden für alle Güter eingeführt.


Das Vinzenzheim diente als Notkrankenhaus.




Woher kommt eigentlich das Wort einwecken?


Der deutsche Johann Carl Weck aus Luxemburg hat sein System 1895 patentieren lassen.


Gemeindeblatt 11.7.1914



In den Kriegsjahren 1915 bis 1918 war die durchschnittliche jährliche Inflationsrate bei 84 Prozent. Man konnte also für sein Geld immer weniger kaufen, wenn es überhaupt noch etwas gab.


Meine Großmutter hat erzählt, dass die Versorgungslage von Anfang an katastrophal war bis Jahre nach dem Krieg. Diese Situation sei im 2. Weltkrieg besser gewesen.



Die Brauerei Egg konnte ab 1915 kein Malz für die Bierherstellung bekommen. Zuerst braute man mit Zucker, Reis und Mais, zuletzt mit Zuckerrüben.


Als auch diese Rohstoffe nicht mehr erhältlich waren, hatte Kaspar Kohler die Idee, Limonade zu erzeugen. Sein Konzessionsansuchen wurde von der Konkurrenz in Vorarlberg mit Rechtsanwälten bekämpft, aber Kohler setzt sich durch.


1916 wurde in der Brauerei Egg die erste Limonade im Bregenzerwald erzeugt. Was man für Rohstoffe nahm, ist mir nicht bekannt.




1916 wurden in Egg Brennnesseln für die Stofferzeugung gesammelt.



Schlimm war die Versorgungslage auch für die Wirte im Bregenzerwald. Wenn man nichts mehr einkaufen kann, kann man auch nichts mehr verkaufen. Das Gasthaus Engel in Großdorf sperrte danach nie wieder auf. So erging es auch noch anderen Gasthäusern im Bregenzerwald.


Gemeindeblatt 2.1.1916



Kindersoldaten


Der Jahrgang 1900 rückte 1916 ein.





Viele Egger, darunter auch die Gemeinde und viele Kaufleute zeichneten für Kriegsanleihen.

Bei der letzten Kriegsanleihe wurden sogar Kinder angehalten für Kriegsanleihen zu unterschreiben.


Der Pleitegeier auf der Kriegsanleihe ist bezeichnend.



Gemeindeblatt 1.4.1918


Gemeindeblatt 6.10.1918


In der Gemeinde Egg wurden kriegsbedingt unfreiwillig und unentgeltlich 1000 Stück Schlachtvieh und Pferde, Heu und die Glocken der Pfarrkirchen Egg und Großdorf an den Kaiser abgetreten.


Am 11. 11. 1918 war der Weltkrieg vorbei. Österreich gehörte zu den Verlierern. Kaiser Karl I verzichtet auf die Staatsgeschäfte, dankte aber bis zu seinem Tod 1922 nicht ab.

650 Jahre Habsburger Monarchie waren Geschichte.


In der Gemeinde Egg sind 60 Egger und 28 Großdorfer im Krieg gefallen, wurden als vermisst gemeldet oder sind an den Kriegsfolgen gestorben.


Am 12.11.1918 wurde die Deutschösterreichische Republik ausgerufen.


Der Bregenzerwald-Verein hatte schnell auf die neue Situation reagiert.


Die Spanische Grippe von Oktober bis Dezember 1918 hatte ein leichtes Spiel mit den ausgemergelten Leuten. 21 Personen aus Egg starben damals daran.



Der Bregenzerwälder Bauernbund wurde am 1.3.1919 in Egg gegründet.


Gemeindeblatt 26.2.1919



Die Verlockung sich der Schweiz anzuschließen war groß. Bei der Volksabstimmung am 12.5.1919 stimmten in Egg mit 818 mit Ja und 112 mit Nein.


Nach dem Friedensvertrag von St. Germain wurde im September 1919 die Republik Österreich ausgerufen.


Das ehemalige Österreich mit 50 Millionen war auf 6,5 Millionen geschrumpft. Österreich war zu dieser Zeit von sämtlichen Warenimporten ausgeschlossen.


Als Kriegsverlieren war die Republik mehr oder weniger bankrott. Eine galoppierende Inflation begann.


Sämtliche Kriegsanleihen waren wertlos geworden.



Gemeindeblatt 24.8.1919



Arbeiter waren Mangelware.


Gemeindeblatt 30.8.1919



1920 hatte die Gemeinde Egg 1900 Einwohner.



Die Kriegsgefangenen trafen langsam wieder in der Heimat ein.


Gemeindeblatt 18.1.1920




Schuhmacher Josef Heidegger hatte seine Werkstatt mit Handlung in der Mühle 32.



Gemeindeblatt 12.6.1921


Der Austro Fiat von Fabrikant Max Kessler ist 1922 das erste Automobil in Egg.



1923 übernahm Josef Lang den Klöppelbetrieb an der Hub. Das Wohnhaus und die kleine Fabrik wurden von Johann Bertolini ausgebaut. Hier befand sich ein Detailgeschäft.




Im Jahr 1923 sprach man bereits von einer Hyper-Inflation.




Giovanni (Johann) Bertolini. 1859 - 1931


Dr. Walter Willam schrieb 1931: Tiefes praktisches Fachwissen und eine große Erfahrung, gepaart mit offenem ehrlichem Charakter sind die Stufen gewesen, auf denen er aufgebaut.


Johann Bertolini mit Gattin Maria.


Das Bertolini Haus in Andelsbuch, Buchenrain.



Eine sehr schöne Aufnahme vom Eingang zum Ochsenladen aus dem Jahr 1924.



Vorarlberger Tagblatt 23.1.1924




Die Eigentümergesellschaft der Bruggmühle, mittlerweile hoch verschuldet, wollte das Objekt loswerden.



1924 Der ersten LKW in der Gemeinde Egg gehörte der Brauerei Egg. Fahrer waren links der Mellauer Raimund Moosmann (Großvater von Miss Austria Marielle) und rechts Friedrich Helbock aus Egg.




Ende 1924 begann die Währungsreform.


Krone und Heller waren Geschichte. Der Schilling und die Groschen kamen.

Der Umrechnungskurs war 10.000 Kronen zu einem Schilling.



Die Familie Josef Bruckschlegl hatte ab 1924 die Badanstalt übernommen und konnte diese vom Verschönerungsverein 1936 kaufen.




Beim 'Väaschtorar' in der Mühle hatte mittlerweile Sohn Eduard das Geschäft übernommen.





Josef Anton Fetz (Vater von 'Molars Seftone') hatte allerlei Artikel in seinem Laden in der Gerbe 25.


Gemeindeblatt 14.6.1924



Ein ganz wichtiger Dienstleister in der damaligerZeit war der Juppenstoff Hersteller Gebhard Fitz. Zu dieser Zeit trugen die meisten Wälderinnen noch tägliche ihre Tracht.


Der Großvater war bereits Färbermeister in Schwarzenberg. Der Vater zog von Reuthe nach Egg, da er in Reuthe zu wenig Sonnenstunden hatte, um seinen Juppenstoff auf den abgemähten Wiesen zu trocken.


Gebhard Fitz und später sein Sohn Manfred waren gelernte Färber und Weber und hatten ihren Betrieb in Rain 90.


Gemeindeblatt 1.2.1925



'Böltles Lado'


Alfred Heidegger eröffnete sein Delikatessen Geschäft in der Gerbe 535.


Gemeindeblatt 9.8.1925


Alfred Heidegger.




'dr Brennar'


1925 heirateten Jodok Brenner aus Bezau und die Drei Königstochter Katharina aus Großdorf und übernahmen das Gasthaus zur Traube in Egg.


Jodok hatte ein gut sortiertes Käselager und betrieb auch einen Laden für Sennerei Artikel.

Seine Kundschaften waren Sennereien und Melkalpen.


Es dauerte nicht lange bis aus der Traube der Brennar wurde; und das bis heute.




Adolf Reiser eröffnete seine Bäckerei an der Hub im Haus 489.




Emil Schmid war der Sohn des ehemaligen Traubenwirts und war der Vater von Maria Hammerer ('Poscht Marie')


Er betrieb seinen Handel vom Gasthaus Post aus.


Gemeindeblatt 16.8.1925


1925 wurde der regelmäßige Autobus Verkehr zwischen Dornbirn und Egg

eingerichtet.



Josef war der Vater von Fotograf Robert Hreysa.


Gemeindeblatt 3.1.1926



Gemeindeblatt 31.1.1926



An sich werden die Handwerker in dieser Geschichte nicht dargestellt, aber Josef Willi hatte ganz besondere Sachen in seinem Verkaufssortiment.


Gemeindeblatt 1.3.1926



Die erste Volksbücherei wurde eröffnet.


Gemeindeblatt 5.12.1926



Gemeindeblatt 12.12.1926



Am 21.11.1926 warf ein mächtiger Föhnsturm kurz vor der Haltestelle Unterbach 6 Waggons der Wälderbahn um.


Ich frage mich immer, wie man die wieder aufgestellt hat?


Der gleiche Sturm verursachte in der Alpe Ifer einen Windwurf von 3000 Bäumen.




Der Bauspar Gedanke nahm seinen Anfang.


Gemeindeblatt 5.12.1926



Adolf Brunn betrieb sein Lädele in der Gerbe im E-Werk Haus 525


Gemeindeblatt 12.12.1926


Adolf Brunn.



Auch Theater wurde in Egg gespielt. Die Bühne war im Ochsensaal.


Gemeindeblatt 2.1.1927



1927 baute die Firma Isidor Bertolini das Haus von Metzgermeister Matt in der Gerbe.

Nonno Giovanni musste auch noch nach dem Rechten sehen.




Gemeindeblatt 4.4.1927


Adolf Brunn.



Johann Peter Sutterlüty kaufte 1927 die Bruggmühle. Da er ca. 50 Gläubiger bedienen musste, wurde die Firma erst um 1930 ins Handelsregister eingetragen.


Die Bäckerei und das Ladengeschäft wurden ebenfalls weitergemacht.


Gemeindeblatt 19.6.1927



Original Mehlsack Anhänger aus der Zeit.



Die Badeanstalt wurde frisch saniert.


Gemeindeblatt 1.7.1927




1927 wurde in Egg die erste Tankstelle montiert. Die Tankstelle der Marke Shell stand vor der Löwen Dependance.


Auf dem Bild aus den 50er Jahren: Lothar Peinlich, Leo Weidinger, Seftone Fetz, Helmut Schneider.




Kriegdenkmal Enthüllung Egg 1927.


Zwei tolle Bilder vom Gasthaus Ochsen und Löwen.


Das Kriegerdenkmal in Großdorf wurde bereits 1925 eingeweiht.



Gemeindeblatt 29.4.1928




1928 heiratete Bäckermeister Alfred Schoch die Hirschwirtstochter Adelina Natter.

Die Beiden übernahmen den Hirschen und Alfred baute eine Bäckerei in das Gastlokal und ein kleines Ladengeschäft.



Bäckermeister Alfred Schoch.


Alfred Schoch starb bereits 1939. Danach wurde die Bäckerei von Leonhard Albrecht gemietet.


Die Bäckerei Schoch beim Fastnachtsumzug in Egg.



Gemeindeblatt 27.5.1928



Rudolf Dorner war ein Schreiner, den die Maschinen immer mehr interessiert haben, wie die eigentliche Schreinerarbeit.



Aus diesem Betrieb entstand später der heutige Global Player Dorner Electronic.


Gemeindeblatt 28.5.1929




Die 4 Gründer Mitglieder der Vorarlberger Grosskauf Adeg aus unserer Gemeinde.


'Troyo Lado' Josef Troy

'dr Väaschtorar' Eduard Meusburger

'Löuo Lado' Alois Weidinger

'Toneles Lado' Anton Schneider



Das Schild hängt als stummer Zeitzeuge beim Tonele zwischen dem ehemaligen alten und neuen Laden.


Ende Teil I


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