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Wer braucht schon Nahversorger in Egg? Teil II


1930 bis 1949


 

1930 hatte die Gemeinde Egg 2000 Einwohner.

 

1930 wurde Kaspar Schwärzler zum Gemeindevorsteher gewählt. Die Gemeindekanzlei wurde nun in der Post Dependance untergebracht, da Dr. Feuerstein diese Räumlichkeit nicht mehr benötigte. (heute Hair Design Metzler)

 

Um 1930 konnte Schneidermeister Baltas Hammerer einen Baugrund in Loco 536 erwerben. Er baute darauf sein Eigenheim mit Schneiderei und Gemischtwarenhandlung. Sortiment Schwerpunkte waren Textilien, edle Brokate für Juppenärmel bis hin zu Tapeten. Aber auch Haushaltsartikel und Lebensmittel.


Schneidermeister Hammerer links zu sehen mit seinen Jagdkollegen.


 

Gemeindeblatt 1.6.1930


Der Ochensladen und die Sparkasse im Natter Haus Loco 8.


 

Im Haus Niederbuch 82 bei der Familie Eberle befand sich eine Schneiderei und Metzgerei.


Schneidermeister Franz-Anton Eberle mit Gattin Maria Katharina und den Söhnen Kaspar und Josef.


 

Das Fuhrwerk der Buggmühle Egg vor dem Gasthof Adler in Schnepfau.


 

Schuhmacher 'Krestlis Hanso Gebhard'.


Auf der Halden 195 in Steinebuch hatte Gebhard Waldner seine Schuhmacherwerkstatt.


Gebhard war Junggeselle und stellte seinen Betrieb kurz vor seinem Tod während des

2. Weltkrieges ein.



 

Die Torfverwertungsfirma in der Parzelle Fohren der Brüder Hugo und Karl Felder.


Zuerst wurde Torfstreu produziert, der in der Schollenmühle gemahlen wurde. Dieser fand Verwendung als Futterstreu oder wurde gerne der Jauche beigemischt.


Nach dem 2. Weltkrieg wurde Brenntorf angeboten. Das Unternehmen hatte Bestand bis zum Brand der Schollenhütte im Jahr 1959.


Gemeindeblatt 7.9.1930


Beim Torfstechen in Fohren.


 

Adolf Brunn hatte mittlerweile sein Geschäft zuhause in Klebern 14 eingerichtet.


Der Dentist Julius Angel war bis zum Bau seines Hauses an der Hub im Haus des E-Werkes in der Gerbe untergebracht. (heute Wohnsinn)


Gemeindeblatt 27.6.1930

 

Diese Handlung war im Haus von 'Krunowearts Jos' in der Gerbe 23 untergebracht.


Gemeindeblatt 9.8.1931


 

Mechanische Tischlerei Josef Willi.

Josef Köss hat zwei Generation später in diese Familie eingeheiratet und sagt heute, dass Josef Willi von den Arbeitsabläufen her, damals der Zeit um Jahre voraus war.


Gemeindeblatt 28.6.1931


Später hatte sein Sohn Hugo Willi diesen Betrieb übernommen. In diesem Haus befand sich das erste Geschäft im Bregenzerwald, das Wintersport Ausrüstungen anbot.


Schreinerei Willi


 

1931 hatte sich Metzgermeister Peter Greber im Tauben Areal eingemietet.


Im Untergeschoss des Gasthauses befanden sich die Metzgerei und das Verkaufsgeschäft.

Zwischen der Taube und dem Stadel war der Eiskeller.

Rechts vom Stadel war die Viehwaage.

Auf dem gegenüberliegenden Haus war im Vorderhaus die Landwirtschaft vom Taubenwirt.

Im Hinterhaus wohnte die Familie Greber und im Erdgeschoss war der Schmied Simon Cernenschek.


Peter Greber hatte auch über Jahre die Landwirtschaft der Familie Greber in der Gerbe gepachtet.

 

Im 'Dürlar Hus' von Johann Jakob Meusburger in Unterbach wurde Schnaps gebrannt und gehandelt.


Auf dem Bild zu sehen sind Tochter Angela Meusburger und Mutter Maria Meusburger.


Brennobst wurde im offenen Waggon mit der Wälderbahn vom Land bis zur Haltestelle Unterbach gebracht. Dort wurde der Waggon abgehängt. Mit einer kleinen Seilbahn wurde das Obst von der Haltestelle zum Haus in Unterbach transportiert. Bis das 'Zügle' wieder aus Bezau zurückkam, musste der Waggon leer sein.


Gemeindeblatt 31.1.1932


 

Der Fuhrpark der Brauerei Egg.



 

Im Haus in Großdorf, Ausserdorf 16 (heute Wendelin Hammerer) befand sich eine kleine Schuhmacher Werkstatt.


Gemeindeblatt 13.3.1932


Später war in dieser Werkstatt der Schuhmacher Berkmann.


 

In Großdorf Oberdorf 166 (heute Midl Steuer) hatte der Schumacher Heiß seine Werkstatt.


In Großdorf Ausserdorf 23 (heute Sigfried Sutterlüty) hatte der Schuhmacher Konrad Feuerstein seine Werkstatt.


Silvester Meusburger Bühel, Stefan Dür Alberschwende, Konrad Feuerstein Heinzen.

 

In den 30er Jahren übernahmen Anton Hiller (Bruder von Maria) und seine Frau Berta das Haus zum Stadel mit dem 'Hauser Miele Lado' und der Bäckerei. Auch Anton war Bäcker und Berta führt den Laden bis Ende der 50er Jahre. Das Geschäft wurde dann eingestellt.



 

Alois Fink hatte sein Geschäft im Haus Mühle 28.


Sein Sortiment wechselte ständig. Immer am Puls der Zeit.


Gemeindeblatt 10.4.1932


Alois Fink fixierte seine Radio Antennen auf dem Dach.

 

Anton Rechensteiner, seine Frau Anna und Sohn Hans betrieben die Gerberei und die kleine Handlung.


Gemeindeblatt 24.4.1932


Armella Sutterlüty, Konrad Büchele und Julia Fink mit den Kindern Katharina und Erich Sutterlüty. Im Hintergrund die Rotgerberei der Familie Rechensteiner.


 

Der Lucky Luke des Bregenzerwaldes schlechthin. Tierarzt Jodok Sutterlüty aus Großdorf 7 (heute Gasthof Falken) und sein Schimmel gehörten einfach zusammen.


Nach seinem Studium an der tierärztlichen Hochschule in Wien und an Fakultäten in Zürich und Bern begann Sutterlüty 1908 zu praktizieren. Später heiratete er in die Bezauer 'Kaschpolar' Dynastie ein.


Den Titel Veterinärrat wurde im bereits in den 20er Jahren verliehen.


Tierarzt Sutterlüty war überall bekannt und um ihn ranken sich allerhand Geschichten. Einmal soll er seinen Schimmel über den Hasenstrick geführt haben. Sutterlüty arbeitete bis in die 60er Jahre hinein. In dieser Zeit ist Sutterlüty mehrmals auf seinem Pferd reitend eingeschlafen, der Schimmel brachte ihn aber immer sicher nach Hause.


Tierarzt Jodok Sutterlüty mit seinem Schimmel hinter dem Haus in Großdorf.


Gemeindeblatt 31.7.1933


 

1933 beschloss die Gemeinde die Aufstellung einer Heimatwehr gegen nazionalsozialistische Anschläge. Ab Juni 1934 bewachte die Heimatwehr die Tuppen- und Gschwendtobelbrücke, da Nazi Sabotagen befürchtet wurden.



 

Katharina Meusburger hat am 1. Jänner 1934 die Lehre im Konsum ihrer Eltern in Großdorf begonnen.

 

Der Uhrmacher Josef Meusburger.


1934 hatten Josef und Anna Meusburger geheiratet.


Sie konnten von Josef und Barbara Bilgeri (auf den Foto) das Haus 493 an der Hub übernehmen.


Josef war gelernter Uhrmacher und richtete dort seine Werkstatt und sein Verkaufsgeschäft ein.



Gemeindeblatt 28.1.1934

 

Schneidermeister Anton Lang mit seiner Schneiderei in Gorbachreuthe 218. Auch sein Vater war Schneider.


Gemeindeblatt 20.5.1934


Schneidermeister Anton Lang mit seiner Familie 1953 vor seinem Haus in Steinebuch.


 

Schuhmacher Peter Ludwiger war zuerst bei Josef Anton Fetz in der Gerbe im Quartier.


Gemeindeblatt 2.9.1934


Später war er in diesem Haus zuhause. Das Haus wurde 1969 abgerissen. An diesem Platz steht heute die 'Mittelstation' mit dem Kebap Stand.

 

Kaspar Eberle (rechts) hatte bei seinem Vater das Schneiderhandwerk gelernt.


Hier bei einem Zuschneidekurs in Dornbirn.


 

Im Rössle in Ittensberg wurde eine Postablage genehmigt.


Innsbrucker Nachrichten 12.9.1934


 

Gemeindeblatt 26.11.1934


Josef Willi war selbst begeisterter Schifahrer.


 

Die Säge von Kaspar Sutterlüty.


Dieses Bild zeigt die Familie Sutterlüty und einige Mitarbeiter. Da der Bäcker Adolf Pfanner aus Riefensberg auch auf diesem Bild zu sehen ist, nehme ich an, dass die Bäckerei erst später in die Bruggmühle gewandert ist.


 

Das erste Speiseeis im Land gab in der Konditorei Vochazer in Bregenz


Gemeindeblatt 9.6.1935


 

Egg hatte einen Eislaufplatz und eine Eisschießbahn.


Vorarlberger Volksblatt 4.1.1936


 

Adolf Fetz hatte seine Schneiderei in Großdorf Oberdorf 167 (Reinerles) eingerichtet.


Gemeindeblatt 17.5.1936


 

Hans Schneider (Jösles Hans) brachte Mehl auch in den Konsum nach Mellau.


 

Theodor Fischer aus Großdorf und Anna Maria Egender aus Andelsbuch heirateten 1929 und führten die Gemischtwarenhandlung im Ortsteil Schluh in Großdorf weiter.


Gemeindeblatt 27.9.1936


Das Haus von Theodor Fischer im Schluh 164.


Im Erdgeschoss war der Laden, im Hinterhaus die Raiffeisenkasse untergebracht.


 

Gemeindeblatt 17.5.1936


 

Zwecks Arbeitsbeschaffung kaufte die Gemeinde ein Grundstück von Jodok Schmid (Krunowarts Jos) bei Figurenhaus und ließ die Geländesenke zum Schmittenbach bis hin zum Hennenbühel auffüllen um einen Marktplatz (Dorfplatz) zu gestalten.


 

Schneidermeister Franz-Anton Eberle mit Gattin und Mitarbeiterinnen im Niederbuch.


 

Alwin Meusburger's Werkstatt befand sich in Hinteregg 106 (heute Rudolf Kohler).


Gemeindeblatt 7.2.1937


 

Frächter Jakob Heidegger aus Großdorf.


 

Dr. Walter Willam praktizierte nach seinem Studium für ein Jahr in Alberschwende, bevor er am 1.12. 1925 als Gemeindearzt in Egg anfing. Willam war ein Enkelsohn von Franz Michel Felder in Schoppernau.


Gemeindeblatt 1.8.1937


Obermed. Rat Dr. Walter Willam.

Dr. Willam konnte das Haus an der Hub 509 von Michael Moosbrugger's Erben käuflich erwerben.


Dr. Walter Willam ging am 31.12.1962 in Ruhestand und wurde von Sohn Jos Willam abgelöst.

 

In der Handlung der Familie Troy in Großdorf gab es 1937 einen Generationenwechsel. Tochter Anna und Friedrich Hammerer aus Unterbach heirateten. Anna übernahm den Laden und Friedrich die Landwirtschaft.


Zu diese Zeipunkt war links vorne die Gemischtwarenhandlung und rechts neben dem Eingang eine Eisenwarenhandlung vom Hasengitter bis zum Zabin.


Friedrich ist 1944 im Krieg gefallen. Sohn Guntram musste schon in jungen Jahren im Laden helfen, obwohl er lieber Bauer geworden wäre.


 

Willhelm und Karolina Isenberg hatten die Hammerer & Kessler Fabrik 1932 käuflich erworben und 1937 ausgebaut. Hier befand sich auch ein Detailladen für Klöppelspitzen.


Im 2. Weltkrieg von 1939 bis 1945 war hier der deutsche Rüstungsbetrieb Kudruweit, der Heeresuniformen herstellte, untergebracht.


Nach Kriegsende war hier eine Zeitlang auch die Näherei für die Kleiderfabrik Mayer in Götzis untergebracht.



 

In der Handlung im Ochsen war die Annahmestelle der chemischen Reinigung.


Vorarlberger Landeszeitung 27.12.1937


 

Nach erfolgreich abgelegter Lehre arbeite Katharina Meusburger im Konsum ihrer Eltern in Großdorf.



 

Josef Willi erhielt für sein Geschäft mit Wintersportartikeln eine Gewerbeberechtigung.



Josef Willi.


 

Der Anschluß an das Großdeutsche Reich: Einmarsch in Dornbirn am 12.3.1938.




Am 28. März 1938 wurde die Reichsmark eingeführt.

Wechselkurs: 1 Reichsmark = 1,5 Schilling.



 

Die nachträgliche Volksabstimmung.


Vorarlberger Tagblatt 7.4.1938


In Vorarlberg stimmten 98,1 Prozent für den Anschluss.

Ergebnis Egg: 1152 Ja, 14 Nein, 13 Ungültig.


 

Im Juli 1938 wurde der bisherige Vorsteher Kaspar Schwärzer verabschiedet und Ing. Hans Felder war bis 1945 Bürgermeister.


 

'Ludwigles Lado'.


1933 ersteigerte der bekannte Senn Ludwig Metzler das Haus in Kammern 494.


1935 meldete Ludwig Metzler das Gewerbe zum Käse Handel an.


Metzler produzierte Parmesan Käse, bis heute wohl einzigartig im Bregenzerwald, den er nach Italien exportierte.



1938 wurde die Gemischtwarenhandlung eröffnet.



Vorarlberger Tagblatt 18.10.1938




Maid Marieros Rechensteiner, Agnes mit Sohn Hans, Ludwig mit Erich, Brunhilde, Eduard.

 

 

Das Gasthaus Rössle mit Laden in Ittensberg.


Zu dieser Zeit waren Jakob Feuerstein mit Gattin Rosina im Rössle.



 

Gemeindeblatt 12.3.1939


Alois Fink mit Gattin Rosa und Sohn Helmut.


 

Die Gebrüder Sommer aus Schorndorf bei Stuttgart hatten im Frühjahr 1939 die Strohhutfabrik gekauft und auf eine Filzhutproduktion umgestellt.


Gemeindeblatt 23.4.1939


Während dem Krieg wurden hier elektrische Artikel hergestellt.


Ewald Sommer bekam seine Fabrik, die nach dem Krieg als deutsches Eigentum galt, erst 1948 zurück.

 

NS Kundgebung am 1. Mai 1939



 

Gemeindeblatt 2.7.1939

 

'Hansores Lado'


Im Wohnhaus des Sägewerkbesitzers Kaspar Sutterlüty wurde ab 1938 eine kleine Gemischtwarenhandlung eingerichtet.


Tochter Margarethe betrieb diesen Laden nach abgeschlossener Handelsschule im Marienberg, Bregenz.



Margarethe Sutterlüty.


Ab 1952 übernahm dann ihr Bruder Ulrich das Lädele an der Hub.


 

Gemeindeblatt 28.5.1939


 

Die ersten Traktoren in Egg hatten 1939 August Waldner, Schmarütte und Josef Waldner (Joso Sepp) in Unterbach. Marke Kramer.


 

Am 1.9.1939 begann der Zweite Weltkrieg mit dem Polenfeldzug.



 

1940 hatte die Gemeinde Egg 2000 Einwohner.


 

Das Gemeindeblatt wurde von Vizekanzler Dr. Jodok Fink aus Andelsbuch 1894 ins Leben gerufen. Beteiligt waren alle Bregenzerwälder Gemeinden (auch Ober- und Unterlangenegg und Bolgenach, die damals eigene Gemeinden waren). Ausnahmen waren die drei Walsergemeinden Warth, Schröcken und Damüls.


Das Gemeindeblatt wurde im Gemeindeamt Andelsbuch erstellt und bei der Firma Russ in Bregenz gesetzt und gedruckt.


Nach dem Anschluß an das Großdeutsche Reich wanderte die Gemeindeblatt Verwaltung nach Egg und wurde schließlich am 31. März 1940 ganz eingestellt.


Die in diesem Bericht verwendeten Gemeindeblatt Inserate sind wichtige Zeitzeugen und ich schaue sie wie Fotografien an.


Dies war die letzte Ausgabe des Bregenzerwälder Gemeindeblattes.


An dieser Stelle möchte ich mich bei Jörg Meusburger in Ittensberg bedanken. Er hat mir ein 'Büschele' alte Gemeindeblätter vermacht. Das Gemeindeblatt war bis zum 2. Weltkrieg eine Doppelseite, im Fasching mit einem Einlageblatt.


Die Landesbibliothek besitzt einen kompletten Satz Gemeindeblätter ab 1914. Meine Sammlung datiert aber bis 1904 zurück, dank Jörg.

 

1940 wurde das Schwimmbad erneuert und erweitert.


Hier verlor das Gebäude die Türmchen.


 

Man hatte aus dem ersten Krieg gelernt und die Versorgung war etwas besser organisiert.



 

Annele Meusburger mit ihren Geschwistern aus Bregenz vor dem Haus an der Hub.


 

Margret Bitschnau, die älteste Kreuzwirtstochter (geb.1921) und spätere Sonnenwirtin von Mellau erzählt stellvertretend für die Egger Ladnerinnen und Ladner, wie das so funktioniert hat im Laden während des 2. Weltkrieges. Margret hatte damals acht Jahre im Konsum in Mellau gearbeitet.


Ein Beitrag von Radio Vorarlberg 'Die Drehorgel'


 

1942 wurden bei der Eisenbahnbrücke am Schmittenbach Baracken gebaut.


Am 18. 5. 1942 sind dort 80 total ausgehungerte russische Kriegsgefangene angekommen.


Die Russen sind 1944 abgezogen, dafür sind italienische italienische Kriegsgefangene in dieses Lager gekommen.


Im Vinzenzheim waren 17 Ukrainerinnen untergebracht.


Gemeinde Chronistin Barbara Hammerer schreibt: Gegenwärtig trifft man sehr viele junge Weibsbilder, auch Einheimische, in Hosen mit eine Haar Turban auf dem Kopf oder das Haar wie fliegende Mähnen.


Die Italiener sind 26.5. abzogen, an ihrer Stelle kamen 80 Kriegsvertriebene aus Galizien.(heute in Polen)


Am 5.4. 1945 kamen 100 Kriegsflüchtlinge aus Wien nach Egg.



 

Während dem 2. Weltkrieg zogen Otto Moosbrugger (Bruggar Otto) und seine Frau Hermina ins Haus Loco 8.


Sie betrieben einen kleinen Textilladen in der Etage über der Sparkasse.


Zuvor sollen sie im Löwenwirtshaus in Kammern bereits ein 'Lädele' gehabt haben.


Otto Moosbrugger und Hermine Moosbrugger.



 

Josef Sutterlüty (Bruggmühle Josef) mit 16 Jahren in Schoppernau.


 

Metzgerei Rudolf Mayer, Gerbe 546.


Rudolf und Margarethe Mayer betrieben eine Metzgerei in Tarvis, Friaul-Julisch-Venetien. Während dem 2. Weltkrieg wurde es klar, dass Tarvis wohl auch in Zukunft bei Italien bleiben würde.


Die Mayers sahen ein Zeitungsinserat, dass Johann Matt in Egg sein Haus samt Metzgerei verkaufte.


Die junge Familie Mayer in der Gerbe.


Das Haus in der Gerbe 546.


 


So schmeckt Krieg.


Zeitungsartikel in zeitlicher Abfolge von 1940 bis 1944 an Silvester


 

Der Jahrgang 1927 bei der Musterung im Jahr 1944.


 

Der zweite Weltkrieg endete in Europa am 8. Mai 1945.


Es sind 69 Egger und 40 Großdorfer gefallen, als vermisst gemeldet oder an den Kriegsfolgen verstorben.


 

Die Lebensmittelkarten waren noch bis 1950 in Verwendung.


 

Am 6. Mai 1945 marschierte die französische Besatzungsmacht in der Gemeinde Egg ein. Unter den Soldaten waren viele aus den französisch-afrikanischen Kolonien.



Chronistin Barbara Hammerer schreibt: Ca. 50 französische Weibsbilder, auch ganz schwarze, werden für die französischen Soldaten nach Egg gebracht.

Mit den Franzosen kam auch der Schilling zurück und die Ostmark hieß wieder Österreich.


Die letzten Franzosen zogen am 12.6.1946 ab. Geblieben ist nur das Kommando und die Polizei.

 

Die Erstausgabe des neuen Gemeindeblattes für den Bezirk Bregenz am 5. August 1945


 

1946 hatten alle Grundbesitzer mit 2 Kühe aufwärts Nichtselbstversorgern Boden für den Kartoffelanbau zur Verfügung zu stellen.


Laut Landesernährungsamt hatte man in Egg 15. ha Kartoffeln anzupflanzen.


1948 wurde ein Kartoffelkäfer Suchdienst eingerichtet.


 

In der Bruggmühle wurde eine Erdnussmahlzeit von amerikanischen Hilfspaketen vertrieben. Ob das den Wäldern wohl geschmeckt hat?




Der Bruggmühle LKW zwischen Schröcken und Schoppernau.


 

Fotograf Robert Hreysa hatte sein Quartier, Fotostudio und Dunkelkammer seit 1945 im Haus im Roßhag 552, das Walter Cernenschek 1951 kaufen konnte.


Er war aber schon vor dem 2. Weltkrieg im Bregenzerwald als Fotograf tätig.


Gemeindeblatt 10.3.1946


Fotograf Robert Hreysa.


 

In der Baracke am Schmittenbach befand sich die Deuring Schlosserei.


Im Vordergrund zu sehen sind Sommerfrischler in 'Tubowearts Bündt'.



 

Der Schuhmacher Alois Heidegger in der Mühle 32.


Alois Heidegger hatte von Vater Josef Heidegger die Schuhmacherwerkstatt mit Handlung übernommen.


Egide und Alois Heidegger mit einem Gesellen.