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Die Drachenflieger - Frei wie ein Vogel, Teil VI

Nun was blieb von den einst so stolzen Fliegern? Einige Hartgesottene gibt es nach wie vor. Der Bregenzerwälder Drachenflug Club existiert auch noch. Walter Mayer nimmt immer noch an Wettbewerben teil und es werden auch noch Meisterschaften im Bregenzerwald ausgetragen. Im sechsten und letzten Teil dieser Geschichte kommen wir in der Gegenwart an. Ein spannendes Finale ist garantiert.


Der Standard online 23.2.2014


 

Matchrace am 29.3.2014 auf dem Diedamskopf.


Christian Greussing und Miri.




Hubert Kaufmann, Miri, Edi Meusburger.


Miri und Christian Greussing.



Bernhard Faisst und Walter Mayer.





Timo Hagspiel.


Hubert Kaufmann, Markus Riezler, Christian Burtscher im Katrina in Bezau.



Pia und Laura Greussing mit Mama Birgit.


 

Clubmeisterschaft. 9.6.2014 auf dem Diedamskopf.


Club Jeep.



Heinz Metzler.




Heinz Metzler.


Markus Riezler.


Christian Burtscher, Walter Mayer und Christian Greussing.


Robert Greber, Heinz Metzler, Christian Greussing, Timo Hagspiel.


Daniel Sutter, Edi Meusburger, Thomas Moser, Christian Burtscher.


 

Offene Britische und Französische Meisterschaft.

 


Drachenflug Weltmeisterschaft in Valle di Bravo, Mexiko.



Elmar Christl startet wiederum für Liechtenstein. Im Vergleich zu den Österreichern soll er mit einem satten Budget ausgestattet gewesen sein.















vorne: Manfred Ruhmer, Teamchef Frank Nalter, Chauffeur, Hinten: Günther Tschurnig, Christian Preininger, Walter Mayer, Robert Reisinger, Joseph Salvenmoser.




Einmarsch der Nationen.




Marschverpflegung.


Letzte Vorbereitungen.


Walter Mayer.




Die österreichische Mannschaft machte die Bronze Medaille.

 

Reparatur der Diedams Matchrace Rampe.



 

Diedamskopf am 6. April.

Edi Meusburger.


Walter Mayer.


Elmar Christl.


 

Ausflug der Drachenflugschule Kehlheim, Deutschland.


 

Walter Mayer's Erstflug mit dem neuen RX4 Drachen am 30.6.2015.



 

Staatsmeisterschaft 2015 Diedamskopf.


Eigentlich schlummerte Hugo Hartmann's Drachen schon eine Weile in seinem Depot vor sich hin. Da sein Sohn mit der Fliegerei anfing, hatte sich auch Hugo noch einmal aufgerafft.


Diedamskopf.


Hugo Hartmann in Richtung Üntschenspitze.


Hugo Hartmann wurde 2015 Staatsmeister.


VN 14.8.2015


 

Clubausflug nach Taufers, Südtirol.



 


Clubmeisterschaft Niedere am 21.5.2016




 

Ludesch Open am 26.5.2016




 

Die Staatsmeisterschaft wurde wegen Schlechtwetter auf August verschoben.


Walter Mayer holte die Silbermedaille.

 

Ein Club Ausflug zur Drachenflug Vor-Weltmeisterschaft Brasilia, Brasilien 26.8.2016





Walter Mayer.


Veranstaltungsteam.


vorne: Markus Riezler, Christian Greussing, Günther Tschurnig, Miri

hinten: Christian Tiefenbacher, Wolfgang Siess, Walter Mayer.


 

Walter Mayer am 16. Oktober 2016 in Canazei, Fassatal, Italien. Im Hintergrund die Marmolata.


 


 

Walter Mayer's Erstflug mit dem RX 3,5 am 25.3.2017





 

Walter Mayer am 26. Mai 2017 bei der Schweizer Meisterschaft im Wallis.



Aletsch Gletscher.


Zermatt mit Matterhorn.


Mattertal.




 

Am 16. September 2017 beim Familiensporttag in Bezau wurde wieder Werbung für den Drachenflugsport gemacht.


 



Walter Mayer wurde 2018 in Loser (Altaussee) Staatsmeister.

 

Christian Burtscher.


Walter Mayer.


Im Hintergrund der Widderstein.







 


Best of Diedams am 29.6.2019



Manfred Ruhmer.



Georg Schwaier, (Semo) Deutschland.


Christian Greussing und Edmund Meusburger.


Thomas Koller, Schweiz.


Lisa Meusburger und Christian Greussing.



Startrampe West.


Franz Hermann, Bern.


Dietmar Tschabrun.


Walter Mayer.


Fredy Bircher, Schweiz.


Peter Ellensohn, Götzis und Timo Hagspiel.


Peter Ellensohn, Götzis und Bettina Mayer.


v.l.n.r.: Ubaldo Romano Interlaken, Dietmar Tschabrun Zwischenwasser, Franz Hermann, Bern.


 


Best of Diedams 2020. Staatsmeisterschaft.



Vorarlberger Nachrichten 4.8.2020



Walter Mayer wurde Staatsmeister.

 

VN online 27.10.2020

Herr der Lüfte


Schon als zehnjähriger Bub wollte Walter Mayer nur eines: Drachenfliegen.

Egg Er grinst, wenn er die Frage hört, wann er das erste Mal mit Drachenfliegen in Berührung gekommen ist. „Schon lange her“, sagt Walter Mayer und schmunzelt. Im zarten Alter von zehn Jahren sei es gewesen, erinnert er sich an die Titelkämpfe 1976 in Andelsbuch. „Holzlatten, Stoffdecken haben wir zusammengetragen und dann haben auch wir versucht, über den Bühel hinunterzuspringen.“ All das seien rückblickend eher Lausbubenstreiche gewesen. „Das hat damals nicht wirklich nach Fliegen ausgesehen.“ Und auf die Nachfrage, ob die ganze Aktion denn auch funktioniert hat, antwortet Mayer heute ganz nüchtern: „Nein, das hat zum Glück nicht funktioniert. Ich habe es nie geschafft, mit dieser Konstruktion abzuheben.“ Aber als Jugendlicher habe man mit wegspringen den Sport irgendwie imitiert.

In den folgenden Jahren rückte der Gedanke an das Drachenfliegen mehr und mehr in den Hintergrund. Erst beim 20-Jährigen rückte das Fliegen wieder in den Mittelpunkt und der Bregenzerwälder startete richtig durch. Zu Beginn stand eine Ausbildung im Paragleiten. Das sollte dem damals 20-Jährigen schon bald ein wenig zu langweilig werden, wie er im Gespräch verriet. „Zu normal, zu wenig spektakulär.“ Dennoch: Gut zwei Jahre war Mayer mit dem Gleitschirm über den Berggipfeln unterwegs. Zufrieden war der Egger damit nicht, denn: „Mich hat die liegende Position beim Fliegen mit einem Hängegleiter und die höhere Geschwindigkeit immer schon fasziniert.“ Damals, so erinnert er sich, habe ein solcher 15.000 Schilling gekostet. „Das war ganz schön viel Geld.“

Extrem motiviert So war er der Erste im Verein, der sich für die österreichweite Drachenflugliga angemeldet hat. Und dafür erntete er doch Unverständnis. „Viele meinten nur, was ich denn in dieser Liga eigentlich will, weil ich nicht zu den Besten gehörte. Ich aber hatte von Beginn an das Gefühl, dass man in diesen Wettkämpfen mehr lernt, als bei den alltäglichen Flügen, die ich gemacht habe. Das hat mich extrem motiviert und dadurch habe ich mich, wenn anfangs auch nur in kleinen Schritten, stetig verbessert.“ Die besten sechs Flieger in diesem österreichweiten Wertungssystem bilden dann jeweils das rot-weiß-rote Nationalteam. Sich dafür zu qualifizieren, das war der sportliche Ehrgeiz des gelernten Tischlermeisters. „Im Jahr 2003 war es schließlich auch so weit, dass ich für Österreich an den Start gehen durfte. Für mich ging damit ein Traum in Erfüllung. Als Mannschaft sind wir über Jahre hinweg auf einem sehr hohen Niveau geflogen.“ WM- und EM-Titel sollten folgen – und heute sagt er: „Ich kann meine Medaillen schon gar nicht mehr zählen, wobei ich viele in der Mannschaft geholt habe.“

Bei einer Weltmeisterschaft, so erklärt Mayer, sind sechs Piloten dabei. Die jeweils besten drei eines Flugtages kommen schließlich in die Mannschaftswertung. Es gilt, die Koordinatenpunkte, die vor dem Start in das GPS eingetragen werden, anzufliegen. Für alle, so erzählt er, beginne der Wettkampf in der Luft zur selben Zeit. Und so vergleicht Mayer das Drachenfliegen mit einer Segelregatta. „Wir haben GPS-Punkte auf einer gewissen Höhe, die wir dank der Thermik erreichen müssen. Dabei orientiert man sich an Vögeln, aber auch am Wolkenbild oder geografischen Gegebenheiten wie Südhängen oder Felswänden, die in der Sonne stehen. All diese Faktoren geben im Optimalfall eine gute Thermik ab.“ Und vermitteln das Gefühl, über den Wolken müsse die Freiheit grenzenlos sein. ALF

 

Walter Mayer im Frühstücksfernsehen in Egg.



 


Staatsmeisterschaft Zillertal 14.6.2021.


Bundessektionsleiter Herbert Siess, Silber Wolfgang Rauch, Gold Christian Heim,

Bronze Walter Mayer, Veranstalter Hansjörg Egger.

 

Walter Mayer. Oktober 2021 Canazei, Fassatal, Italien.

Sellastock


Rosengarten


Violettürme.


 


Walter Mayer hat zur Schreinermeister Prüfung diesen Schrank gefertigt, an dem man unschwer seine Passion erkennen kann. Er hat sich damals zum Ziel gesetzt, den Schrank mit Trophäen zu füllen. Ich finde, er hat seine Sache gut gemacht.


Der stille Champion aus der Marktgemeinde Egg.


Walter Mayer wurde das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich für besondere Verdienste verliehen.

 

Im Gespräch mit dem amtierenden Staatsmeister Walter Mayer wurde mir rasch klar, dass der Drachenflugsport wohl in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören dürfte. Es gibt weltweit so gut wie keinen Nachwuchs.


Der erste Vorarlberger Drachenflug Club besteht nach wie vor. Fünf Mitglieder fliegen noch sporadisch, meist von der Startrampe auf Baumgarten. Thomas Moser, Edmund Meusburger, Christian Burtscher, Walter Mayer und Christian Greussing.


Mit diesen für den Drachenflug Sport düsteren Zukunftsaussichten erscheint es mir umso wichtiger, dass ich diese Geschichte erstellt und für die Nachwelt gesichert habe.


 

Übrigens....

Am Sonntag, den 4. Juni 2023 hatte ich um 14:00 Uhr einen Termin mit Walter Mayer. Wir haben zusammen die letzten Bilder in meine Geschichte eingeordnet und beschriftet. So beiläufig, hat er mir erzählt, dass er gerade vom Zillertal komme. Dort fand die offene Vorarlberger- und Tiroler Landesmeisterschaft statt.


Auf meine Frage, wie es ihm ergangen sei, antwortete er: Ich bin 2023 Landesmeister für Tirol und Vorarlberg. Bravo Walter.

 


Der Bregenzerwälder Drachenflug Club feiert heuer seit der Neugründung 1983 sein

40-jähriges Jubiläum. Herzliche Gratulation. Seit der Gründung ist kein Mitglied bei diesem doch gefährlichen Sport ums Leben gekommen. Möge das auch in Zukunft so bleiben.

Ich darf mich bei den Bregenzerwälder Drachenfliegern für die Zusammenarbeit bedanken und wünschen weiterhin einen guten Flug und happy landing.

 

2022 haben die beiden Maturantinnen (Wirtschaftsschulen Bezau) Sarah Kleber und Sandra Bereuter in ihrer Diplomarbeit die 'Andelsbucher Flugmeile' erarbeitet.




Ein interessanter Spaziergang über die Entwicklung des Flugsports in Andelsbuch. Auch Kaspar Greber hat an diesem Projekt mitgearbeitet.

 

Das Beste kommt wie immer zum Schluss.


Warum die australische Drachenflieger Legende Bill Moyes in den Bregenzerwald kam. Oder besser noch: Wie das Leben so spielt.


Im Sommer 1986 lagen wir mit der Royal Viking Sky Übernacht vor Anker in der Bucht von Villefranche, Frankreich. Ich war damals Food & Beverage Manager und mein guter Freund Hubert Moosbrugger aus Bizau war Koch auf dem Schiff.


Hubert erzählte mir, dass er mit einer philippinischen Offiziers Stewardess geflirtet habe und sie am Abend gerne ausführen wolle. Er bat mich mitzukommen. Nun, wer Hubert kennt weiss, dass er keinen Bodyguard benötigt. Aber es war ihm wohler, wenn er jemand dabei hatte, der etwas Französisch konnte.


So wurde ich Zeuge vom ersten Date von Hubert und Teresita (Tess) Ulitin. Tess arbeitete auf dem Offiziersdeck als Stewardess. Zuhause auf den Philippinen war Tess studierte Highschool Lehrerin. Die norwegischen Offiziere auf der Brücke nahmen oft ihre Hilfe in Anspruch, wenn sie bei ihren mathematischen Berechnungen bei der Navigation mit dem Latein am Ende waren.


Hubert und Tess mit meinem Bruder Norbert im Herbst 1986 vor den Dunn River Falls in Ocho Rios, Jamaika.


Tess stammt von der Hauptinzel Luzon. Im Süden befindet sich der Vulkanberg Taal mit dem Kratersee. Auf der gegenüberliegenden Landzunge liegt das Dorf Berigayan von Tess am Fusse des Berges.




Anfang der 1980er Jahre unterrichtete Tess am Nachmittag in der Schule, in der ihr Vater Cornelio Direktor war. Auf einmal stürmten Schüler in die Klasse und berichteten aufgeregt, dass ganz grosse Vögel auf dem Spielplatz gelandet seien. Die Vögel waren Bill Moyes und seine Freunde mit ihren Drachen. Die Männer waren durstig und Cornelio lud sie zu sich nach Hause ein. Daraus entstand eine bis heute andauernde Freundschaft mit Tess und ihrer Familie.


Tess und Hubert haben 21.9. 1987 geheiratet und sind nach Bizau gezogen.


Im Jänner 2005 haben Molly und Bill Moyes Tess in Bizau besucht.


Briefverkehr und Freundschaft bis heute.


Bill Moyes. Wie seine visionären Vorfahren träumte auch Bill Moyes vom freien Flug. Von klein auf beobachtete er die Möwen, die mühelos durch die Lüfte schwebten, und entwickelte eine leidenschaftliche Sehnsucht, es ihnen gleichzutun. Schließlich war es der älteste Traum des Menschen, sich buchstäblich in die Lüfte zu erheben.


Zunächst benutzte Moyes Schnellboote als Bewegungsquelle und entwickelte einen "Drachen", der ihn in die Rekordbücher bringen sollte. Durch die sorgfältige Verfeinerung seiner Konzepte gelang es Moyes, zum ersten Mal in der Geschichte einen stabilen, kontrollierbaren persönlichen Flug zu erreichen. Seine todesmutigen waghalsigen Kunststücke begeisterten nun auf Shows und Ausstellungen auf mehreren Kontinenten die Massen. Ein großer Sport war geboren.



In den nächsten Jahren unternahm Moyes Hunderte von Bootsstarts und leistete damit Pionierarbeit für den noch jungen Sport. Im Jahr 1967 startete er zu Fuß vom Mount Crackenback und flog drei Kilometer weit. Er war der erste Mensch, der eine Höhe von 1000 Fuß erreichte, und 1969 war er der erste Mensch, der in La Perouse 32 Minuten lang in der Luft blieb. Im selben Jahr schleppte er sein Boot auf 2870 Fuß über den Ellesmere-See in Neuseeland.


1970 wurde Moyes' Boot in Wisconsin, USA, auf 8610 Fuß geschleppt. Im selben Jahr war er der erste Mensch, der in den Grand Canyon glitt. 1972 kehrte er zum Ellesmere-See zurück und schleppte sich auf 4750 Fuß.



Der "australische Vogelmann" erregte schnell die Aufmerksamkeit der ganzen Welt. Er hatte geschafft, was unzählige Menschen vor ihm versucht hatten und gescheitert waren. Moyes ging in die Geschichtsbücher ein, indem er seinen Verstand für die ungelösten Probleme einsetzte, die die großen Geister der Vergangenheit hinterlassen hatten. Dank moderner Materialien und fortschrittlicher Aerodynamik baute Moyes den ersten wirklich erfolgreichen Hängegleiter der Welt.


Weitere Auszeichnungen und Ehrungen:

1977 Queen Elizabeth Anniversary Medaille Silber

1978 Bronzemedaille des Russischen Aero-Clubs

1980 Goldmedaille des Royal Australian Aero Club Oswald Watt

1983 CIVL-Ehrendiplom

1995 NASA Space Technology Hall of Fame

1995 Erfindungspreis des Smithsonian Instituts


1998 wurde Moyes mit der Medal of the Order of Australia (OAM) für seine Verdienste um den Hängegleitersport als Hersteller und als Förderer von Wettbewerben und der Verwendung von sichereren Ausrüstungen und Techniken ausgezeichnet.


 

Ich möchte mich bei den folgenden Personen für die Bereitsstellung von Bildmaterialien, Schriftstücken und für die vielen Informationen recht herzlich bedanken:


Othmar Pircher Hittisau, Walter Dorner Andelsbuch, Kaspar Greber Egg, Hans Felder Andelsbuch, Benno Pfanner Andelsbuch, Hubert Gmeiner Andelsbuch, Tone Kempf Andelsbuch, Ing. Michael Manhart Lech, Christian Greussing Bezau, Eduard Meusburger Dornbirn, Dietmar Meusburger Egg, Ewald Zündel Bizau, Teresita und Hubert Moosbrugger Bizau, Arnold Meusburger Bizau, Burkhard Kohler Andelsbuch, Sigi Nagel Egg, Hugo Hartmann Bezau, Heinz Metzler Schwarzenberg, Karl Lang Bregenz, Christian Burtscher Egg, Franz Kohler Andels